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Rhododendron-Sorten
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Die Rhododendron-Sorten sind die Sorten oder Cultivare, die aus Arten oder Hybriden der Gattung der Rhododendren (Rhododendron) gezĂźchtet oder ausgelesen wurden.
Die Sorten der Rhododendren kĂśnnen in Gruppen eingeteilt werden, wobei keine strenge systematische Einteilung nur nach äuĂeren Merkmalen oder nur nach botanischer Herkunft etabliert ist.
In der Zucht werden Rhododendron-Hybride meist orientiert an den Namen der wichtigeren Elternpflanzen gruppiert; Beispiele sind die Griersonianum-, Williamsianum- und Yakushimanum-Hybriden, die zumindest die Wuchsform und das Blattaussehen von ihren Elternarten als mehr oder weniger gemeinsames Merkmal aufweisen, wogegen sie in den BlĂźtenformen groĂe Variabilität aufweisen. Rhododendren sind langlebige Pflanzen, die meist auch im Alter noch deutlich weiter wachsen, weshalb GrĂśĂenangaben problembehaftet sind. Grob eingeteilt gelten bis 50 Zentimeter hohe Sorten als zwergwĂźchsig, bis einen Meter hohe als klein, 1 bis 2,5 Meter hohe als mittelgroĂ, die Ăźbrigen als groĂ. Die BlĂźtezeit der meisten Formen liegt in den ersten sechs Wochen nach FrĂźhlingsbeginn; diese Zeit wird im Folgenden als die âSaisonmitteâ der BlĂźtezeit bezeichnet.
Contents
⢠Genter Hybriden
⢠Mollis-Azaleen
⢠Indica-Azaleen
⢠Kurume-Azaleen
⢠Satsuki-Azaleen
⢠Belege
⢠Literatur
⢠Weblinks
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âEchteâ oder âeigentlicheâ Rhododendron-Hybriden
Soweit nicht anders angegeben, sind die Sorten der folgenden Ăbersicht fĂźr Mitteleuropa winterhart.
⢠âAliceâ: Diese Griffithianum-Hybride kann als Strauch groĂ werden und trägt 15 Zentimeter lange Blätter. Die BlĂźtezeit ist in der Saisonmitte. Die leuchtend rosafarbenen BlĂźten stehen in groĂen Doldentrauben.
⢠âAlison Johnstoneâ: Diese Sorte wächst als mittelgroĂer, buschiger Strauch mit schmalem, aufrechtem Wuchs. Die Blätter sind rundlich und blaugrĂźn. Die BlĂźtezeit liegt in der frĂźhen Saisonmitte. Die in kleinen BĂźscheln angeordneten BlĂźten sind trichterfĂśrmig und gelblich bis rosa gefärbt.
⢠âAnnaâ: Eine der beiden Elternpflanzen von âLemâs Monarchâ und âPoint Defianceâ.
⢠âAnna-Rose Whitneyâ: Dieser groĂe Strauch trägt mittelgrĂźne ovale, 15 bis 20 Zentimeter lange Blätter. Die spätblĂźhende Sorte trägt 10 Zentimeter groĂe dunkelrosa BlĂźten in bis zu 12-zähligen Doldentrauben.
⢠âAnnie E. Endtzâ: Dieser AbkĂśmmling der Sorte 'Pink Pearl' ist seit 1939 bekannt. Er wächst als mittelgroĂer Strauch. Die Blätter sind breit mit wachsartiger Oberfläche. Die BlĂźtezeit ist kurz nach Saisonmitte. Die rosa BlĂźten sind gekräuselt und stehen in runden Doldentrauben.
⢠âArthur J. Ivensâ: Diese Williamsianum-Hybride hat einen kleinen, kompakten, rundlichen Wuchs. Die Blätter sind klein und oval. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte oder frĂźher. In offenen Doldentrauben stehen glockenfĂśrmige BlĂźten mit dunkelrosa Färbung.
⢠âBabylonâ: Diese Sorte ist mittelgroĂ und von dichter, rundlicher Wuchsform. Die schmalen Blätter sind 10 bis 15 Zentimeter lang. Die BlĂźtezeit ist frĂźh. In kegelfĂśrmigen Doldentrauben stehen je 9 bis 15 blassrosa trichterfĂśrmige BlĂźten mit braunem Schlund.
⢠âBettyâ: Diese Sorte wächst als groĂer, dicht mit mittelgrĂźnen Blättern bewachsener Strauch. Die BlĂźtezeit ist in der Saisonmitte. In kegelfĂśrmigen Doldentrauben stehen dunkelrosa BlĂźten.
⢠âBibianiâ: Eine der Elternpflanzen dieser Hybride ist Rhododendron arboreum. Sie trägt 10 bis 15 Zentimeter lange, dunkelgrĂźne und geäderte Blätter. Die BlĂźtezeit ist frĂźh. In 11- bis 15-zähligen Doldentrauben stehen 5 Zentimeter groĂe, dunkelrote, glockenfĂśrmige BlĂźten. Von dieser Hybride stammt die Sorte âGibraltarâ ab, die ähnliche BlĂźten besitzt.
⢠âBilly Buddâ: Der kleine Strauch trägt elliptische, leicht filzig behaarte Blätter. Die BlĂźtezeit ist in der Saisonmitte. In flachen Doldentrauben stehen 10 bis 12 wachsartige, leuchtendrote BlĂźten.
⢠âBlue Boyâ: Diese Sorte wächst als mittelgroĂer Strauch und besitzt 10 bis 15 Zentimeter lange, schmale und dunkelgrĂźne Blätter. In dichten, rundlichen Doldentrauben stehen bis zu 20 veilchenblaue, dunkel gefleckte, rund 5 Zentimeter groĂe trichterfĂśrmige BlĂźten.
⢠âBlue Peterâ: Diese Sorte wurde 1933 in der englischen Baumschule Waterer gezĂźchtet und stammt wahrscheinlich von Rhododendron ponticum ab. Ihre Blätter sind glänzend dunkelgrĂźn. Die BlĂźtezeit ist in der Saisonmitte. Die in Doldentrauben stehenden BlĂźten sind gekräuselt und von der Färbung lavendelblau mit auffälligem schwarzrotem Fleck.
⢠âBrickdustâ: Diese Williamsianum-Hybride wächst als kleiner Strauch mit kompakter, rundlicher Wuchsform. Ihre Blätter sind etwa 5 Zentimeter lang. Die BlĂźtezeit ist in der Saisonmitte. In lockeren Doldentrauben stehen zahlreiche dunkel orangefarbene, glockenfĂśrmige BlĂźten.
⢠âBritanniaâ: Dieser mittelgroĂe Strauch ist mit schmalen, 10 bis 15 Zentimeter langen, teils etwas herabhängenden Blättern belaubt. Die BlĂźtezeit ist in der Saisonmitte oder etwas später. Die leuchtend scharlachroten BlĂźten stehen in groĂen Doldentrauben.
⢠âBruce Brechtbillâ: Eine der Ausgangspflanzen ist die Sorte âUniqueâ. âBruce Brechtbillâ wächst als mittelgroĂer Strauch. Die Blätter sind relativ dick, länglich und dunkelgrĂźn. Die BlĂźtezeit ist in der Saisonmitte oder frĂźher. In kegelfĂśrmigen Doldentrauben stehen die gelb-rosa Ăźberlaufenen BlĂźten.
⢠âCherry Custardâ: Diese Sorte hat ihren Ursprung in Kanada und stammt von âFabiaâ ab. Sie ist von fast niederliegendem Wuchs. Die Blätter sind schmal, spitz und elliptisch. Die BlĂźtenknospen sind orangerot. Die gelben BlĂźten stehen in flachen 10- bis 12-zähligen Doldentrauben.
⢠âChristmas Cheerâ: Diese Rhododendron caucasicum-Hybride ist belaubt mit elliptischen, 5 bis 10 Zentimeter langen, mittelgrĂźnen Blättern. In 5- bis 11-zähligen Doldentrauben sitzen die BlĂźten von weiĂer bis hellrosa Farbgebung; die BlĂźtenknospen sind dunkler. âChristmas Cheerâ ist eine der am frĂźhesten blĂźhenden Sorten; ihre BlĂźten werden häufig durch SpätfrĂśste zerstĂśrt.
⢠âCinnkeysâ: Diese Sorte wurde 1926 aus den Elternarten Rhododendron cinnabarinum und Rhododendron keysii gezĂźchtet. Ihr Name ist aus den jeweils vier Anfangsbuchstaben der Artepitheta dieser beiden Elternpflanzen zusammengesetzt. Die ovalen Laubblätter sind glänzend mittelgrĂźn. Die rĂśhrenfĂśrmigen BlĂźten sind auffällig wachsartig, rot und an der Spitze meist gelb.
⢠âCornubiaâ: Diese Sorte stammt von Rhododendron arboreum ab. Sie wächst als groĂer Strauch und ist nicht vĂśllig winterhart. Die 15 Zentimeter langen Blätter sind gekräuselt und mittelgrĂźn. Die BlĂźtezeit ist frĂźh; die BlĂźten werden häufig Opfer von SpätfrĂśsten. In 7- bis 11-blĂźtigen Doldentrauben sitzen die trichterfĂśrmigen, leuchtendroten BlĂźten.
⢠âCountess of Haddingtonâ: Diese 1862 gezĂźchtete Sorte ist nicht vĂśllig winterhart. Sie wächst als mittelgroĂer, wohlgeformter Strauch. Die bis 10 Zentimeter langen Blätter sind leicht glänzend und bronzegrĂźn. In Dreier- bis FĂźnfergruppen stehen die groĂen glockenfĂśrmigen BlĂźten von weiĂlicher oft rosa Ăźberlaufener Farbgebung.
⢠âCrestâ: Diese Sorte wurde 1953 in England gezĂźchtet. Sie wächst als mittelgroĂer, etwas lockerer Strauch und war eine der ersten Sorten, bei denen zur Erlangung des Zuchtziels âFrosthärte und gelbe BlĂźtenâ nicht Rhododendron burmanicum, sondern Rhododendron wardii verwendet wurde.
⢠âDidoâ: Diese Sorte wurde 1934 in England gezĂźchtet. Sie diente weniger als Gartenpflanze, mehr als Basis fĂźr die Zucht weiterer Formen, darunter âLemâs Cameoâ, eine in der amerikanischen Rhododendronzucht bedeutsame Form. âDidoâ wächst als bis 1 m hoher Strauch und trägt rundliche, hellgrĂźne Blätter. Die in offenen Doldentrauben angeordneten BlĂźten sind trompetenfĂśrmig, orange- bis rosafarben und in der Mitte gelb.
⢠âDora Amateisâ: Es handelt sich um eine der wenigen Hybriden, die von der Art Rhododendron minus abstammen. Der kleine Strauch trägt elliptische, spitz zulaufende Blätter, die duften und anfangs bronzefarben, später dunkelgrĂźn sind. Die BlĂźtezeit ist zu FrĂźhjahrsbeginn. Die trichterfĂśrmigen und weiĂen BlĂźten stehen in Dreier- bis Sechser-BĂźscheln. Steht der Strauch in voller BlĂźte, werden die Blätter fast vollständig von der BlĂźtenpracht verdeckt.
⢠âEldoradoâ: Diese Sorte stammt von der Art Rhododendron johnstoneanum ab. Sie wächst als mittelgroĂer Strauch mit etwas lockerem Wuchs und ist nicht vĂśllig winterhart. Die kleinen Blätter sind schuppenbesetzt und dunkel olivgrĂźn. Die BlĂźtezeit ist frĂźh. In Zweier- bis DreierbĂźscheln stehen die 5 Zentimeter groĂen, trichterfĂśrmigen BlĂźten von leuchtendgelber Farbe.
⢠âElisabeth Hobbieâ: Diese Sorte stammt von der Art Rhododendron forrestii ab. Die dunkelgrĂźnen Blätter sind rundlich und bis 5 Zentimeter lang. Die Blattstiele und der jährliche Neuaustrieb sind rĂśtlich Ăźberlaufen. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte. Die glockenfĂśrmigen, roten BlĂźten stehen zu fĂźnft bis siebt in BĂźscheln.
⢠âElizabethâ: Diese von der Art Rhododendron griersonianum abstammende Sorte bildet einen mittelgroĂen Strauch mit offener Wuchsform. Die 8 bis 10 Zentimeter langen Blätter sind schmal und spitz. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte. In 6-8-blĂźtigen Doldentrauben stehen die knapp 10 Zentimeter breiten, trichterfĂśrmigen und leuchtendroten BlĂźten.
⢠âEmpire Dayâ: Siehe âRomany Chaiâ.
⢠âFabiaâ: Diese Kreuzung der Arten Rhododendron dichroanthum und Rhododendron griersonianum nahm fĂźr die Weiterzucht neuer winterharter Sorten mit gelb- bis orangefarbenen BlĂźten eine wichtige Rolle ein. Sie wächst bis einen Meter hoch und etwas mehr in die Breite. Die bis 10 Zentimeter langen Laubblätter sind elliptisch und spitz zulaufend. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte. In offenen, 3- bis 7-zähligen Doldentrauben stehen die glockenfĂśrmigen BlĂźten mit Färbung in weichen OrangetĂśnen.
⢠âFabia Tangerineâ: Diese vor 1940 eingefĂźhrte Sorte mit roten BlĂźten ist eine Elternsorte von âPercy Wisemanâ.
⢠âFastuosum Flore Plenoâ: Diese Sorte wächst als groĂer Strauch und ist nicht vĂśllig winterhart. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte oder später. Die 10 bis 15 Zentimeter langen Blätter sind mittelgrĂźn. In 7- bis 15-zähligen Doldentrauben stehen die halbgefĂźllten BlĂźten, dunkel lavendelfarben mit grĂźnlichgelber Zeichnung,
⢠âFragrantissimumâ: Diese vor 1868 entstandene Hybride stammt von der Art Rhododendron edgeworthii ab. Ihre Wuchsform ist etwas locker. Die spitzen, 10 Zentimeter langen Blätter sind grĂźn bis bronzefarben. Die BlĂźtezeit ist in der Saisonmitte. Die groĂen, trichterfĂśrmigen, duftenden BlĂźten sind weiĂlich bis rosafarben und stehen in offenen 3- bis 7-zähligen Doldentrauben. Wegen ihres duftenden BlĂźtenschmucks ist sie eine bis heute beliebte Sorte.
⢠âFrank Baumâ: Diese 1969 gezĂźchtete amerikanische Hybride ist benannt nach Frank L. Baum, dem Autor des Buches Der Zauberer von Oz. Die Blätter sind dick und dunkelgrĂźn mit rĂśtlichen Blattstielen. Die BlĂźtezeit ist spät. Die BlĂźten sind gelb und in der Mitte korallenrot; sie stehen in 10- bis 14-zähligen Doldentrauben.
⢠âFurnivallâs Daughterâ: Diese Sorte wächst als robuster, mittelgroĂer bis groĂer Strauch. Die Blätter sind groĂ und glänzendgrĂźn. Die BlĂźtezeit ist in der Saisonmitte oder etwas später. In langen Doldentrauben stehen die BlĂźten, deren Farbgebung leuchtend rosa mit dunklem Fleck ist.
⢠âGeorgeâs Delightâ: Sie zählt zu den âmodernenâ Rhododendron-Hybriden und wächst als kleiner dichter Strauch. Die Blätter sind glänzend mittelgrĂźn. Die BlĂźtezeit ist in der Saisonmitte. Die zartgelben bis cremefarbenen BlĂźten mit rosafarbenem Rand stehen in auffälligen, rundlichen Doldentrauben.
⢠âGibraltarâ: Siehe die Beschreibung bei âBibianiâ.
⢠âGolden Witâ: Diese Sorte wächst als kleiner, etwas ausladender Strauch. Die rundlichen Blätter sind glänzendgrĂźn und bis 5 Zentimeter lang. Die BlĂźtezeit ist in der Saisonmitte. Die glockenfĂśrmigen BlĂźten sind zart goldgelb und rot bis rotbraun gezeichnet. Sie stehen in BĂźscheln bis zu 9 zusammen.
⢠âGood Newsâ: Diese Sorte wächst als mittelgroĂer Strauch. Die Blätter sind jung hellgrĂźn; anfangs sind sie beiderseits, später nur noch unterseits braunfilzig behaart. Die BlĂźtezeit ist im späten FrĂźhjahr. Die BlĂźtenknospen sind leuchtendrot. Die trichterfĂśrmigen BlĂźten sind karmesinrot und stehen in 12- bis 15-zähligen Doldentrauben.
⢠âGrumpyâ: Diese von der Art Rhododendron yakushimanum abstammende Sorte wächst als kleiner bis mittelgroĂer Strauch und trägt dunkelgrĂźne Blätter. Die BlĂźtezeit liegt in der Saisonmitte. In rundlichen Doldentrauben stehen die cremefarbenen bis hellgelben, meist rosa Ăźberlaufenen BlĂźten.
⢠âHalopeanumâ: Dieser schnellwĂźchsige, sehr robuste groĂe Strauch trägt dunkelgrĂźne Blätter. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte. In langen kegelfĂśrmigen Doldentrauben stehen die blassrosa BlĂźten, die später verblassen.
⢠âHoneymoonâ: Diese Hybride aus der Art Rhododendron wardii bildet einen mittelgroĂen Strauch mit rundlicher, dichter Wuchsform. Die dicken Blätter sind dunkelgrĂźn. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte. In flachen, bis 15-blĂźtigen Doldentrauben stehen die zartgelben, oft leicht orange Ăźberlaufene BlĂźten.
⢠âHoteiâ: Diese Sorte spielt eine wichtige Rolle bei der Zucht winterharter gelbblĂźhender Sorten. Sie wächst als kleiner bis mittelgroĂer Strauch und trägt rundliche, etwa 10 Zentimeter lange Blätter. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte. Die glockenfĂśrmigen, leuchtend gelb gefärbten BlĂźten stehen zu bis zu 12 in rundlichen Doldentrauben.
⢠âHydon Dawnâ: Diese Sorte stammt ebenfalls wie âHydon Hunterâ von der Art Rhododendron yakushimanum, ist aber weniger bekannt. Sie wächst als kleiner, rundlicher Strauch mit glänzend leuchtendgrĂźnen Blättern. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte. Die BlĂźten sind rosa, am Rand etwas heller; sie stehen in kleinen, runden Doldentrauben.
⢠âHydon Hunterâ: Diese Sorte stammt von der Art Rhododendron yakushimanum ab. Ihre BlĂźten sind weiĂ mit hellrosalila Saum.
⢠âImpiâ: Der mittelgroĂe Strauch trägt dunkelgrĂźne Blätter. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte oder später. Die dunkel purpurroten BlĂźten stehen in kleinen, runden Doldentrauben.
⢠âIrene Steadâ: Diese in Neuseeland gezĂźchtete Sorte hat groĂe Ăhnlichkeit mit den verwandten âLoderiâ-Hybriden. Sie wächst als groĂer Strauch mit 20 Zentimeter langen mittelgrĂźnen Blättern. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte. In groĂen, kegelfĂśrmigen Doldentrauben stehen die leicht wachsartigen, hellrosa oder weiĂen BlĂźten.
⢠âJingle Bellsâ: Diese Hybride ist mit âFabiaâ verwandt. Sie wächst als zierlicher, kleiner Strauch mit dichter Belaubung. Die schmalen, etwa 10 Zentimeter langen Blätter sind dunkelgrĂźn. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte. Die BlĂźtenknospen sind orangerot. In 5- bis 9-zähligen Doldentrauben stehen die glockenfĂśrmigen BlĂźten; sie sind orangefarben und später gelblich verblassend.
⢠âKing Georgeâ: Siehe den Eintrag âLoderiâ.
⢠âKubla Khanâ: Diese Sorte wächst als mittelgroĂer Strauch mit leuchtendgrĂźnen Blättern. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte. Die BlĂźten sind auffällig mit groĂen Kelchblättern, die wie ĂźbergestĂźlpt wirken. Die BlĂźtenfarbe variiert von Rot bis Rosa und Orange auf cremefarbenem Grund.
⢠âLemon Lodgeâ: Diese in Neuseeland gezĂźchtete Hybride stammt von der Art Rhododendron wardii ab. Sie wächst als mittelgroĂer bis groĂer Strauch. Die ovalen und etwa 10 Zentimeter langen Laubblätter sind wachsartig und leuchtend hell- bis mittelgrĂźn. Die pastellgelben BlĂźten stehen in relativ flachen Doldentrauben.
⢠âLemâs Auroraâ: Diese Sorte wächst als kleiner bis mittelgroĂer, kompakter Strauch. Die Blätter sind dunkelgrĂźn und etwa 10 Zentimeter lang. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte. In Doldentrauben stehen die karmesinroten, in der Mitte hellgelben BlĂźten mit gleichfarbigen Kelchblättern.
⢠âLemâs Cameoâ: Dieser mittelgroĂe Strauch mit rundlichem Wuchs trägt glänzend dunkelgrĂźne, 10 Zentimeter lange Blätter. Der frische Neuaustrieb ist bronzefarben. In Doldentrauben stehen bis zu 20 trichterfĂśrmige BlĂźten, deren Färbung pfirsichrosa, zum Rand hin dunkler ist und einen basalen rosa Fleck aufweist.
⢠âLemâs Monarchâ: Diese Sorte ist eine Kreuzung aus den Sorten âAnnaâ und âMarinus Kosterâ. Da sie damit die gleichen Eltern wie die Sorte âPoint Defianceâ besitzt, teilt sie mit dieser viele Eigenschaften. Sie wächst als groĂer Strauch mit einer dichten Belaubung aus rundlichen, glänzend mittelgrĂźnen, bis 20 Zentimeter langen Blättern. Die in 9- bis 15-zähligen Doldentrauben stehenden trichterfĂśrmigen BlĂźten sind weiĂ bis hellrosa gefärbt mit dunkelrosa bis karmesinroten Rändern.
⢠âLoderiâ: Dies ist ein Sammelname fĂźr eine Gruppe von Hybriden, die um 1900 aus Kreuzungen der Arten Rhododendron griffithianum und Rhododendron fortunei entstanden. Sie sind von hohem, oft baumartigem Wuchs und tragen 15 bis 20 Zentimeter lange, mittel- bis bläulichgrĂźne Blätter. Die BlĂźten sind je nach Sorte weiĂ bis rosa und stehen in groĂen Doldentrauben. Zu dieser Gruppe gehĂśren die Sorten âKing Georgeâ (weiĂe BlĂźten, die sich aus rosafarbenen Knospen entwickeln), âSir Edmondâ (sehr groĂe hellrosa gefärbte BlĂźten) und âSir Joseph Hookerâ (hell- bis mittelrosa gefärbte BlĂźten).
⢠âLoderâs Whiteâ: Diese Sorte ist frĂźher als die Sorten der Loderi-Gruppe entstanden, denen sie ähnelt. Sie wächst als mittelgroĂer Strauch mit bis zu 15 Zentimeter langen, glänzendgrĂźnen Blättern. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte. Die BlĂźtenknospen sind rosa. In groĂen, aufrechten Doldentrauben stehen die weiĂen BlĂźten.
⢠âMarilooâ: Die Belaubung dieser Sorte besteht aus bis 15 Zentimeter langen, rundlichen Blättern, die grĂźn bis bronzefarben sind.
⢠âMarinus Kosterâ: Eine der beiden Elternpflanzen von âLemâs Monarchâ und âPoint Defianceâ.
⢠âMax Syeâ: Diese Sorte wächst als mittelgroĂer, relativ lockerer Strauch. Die schmalen Blätter sind bis etwa 15 Zentimeter lang und dunkelgrĂźn. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte. In runden Doldentrauben stehen die roten BlĂźten, die mit einem dunklen Fleck gezeichnet sind.
⢠âMay Dayâ: Dieser kleine, kräftige und rundliche Strauch wächst gern eher in die Breite. Die bis 10 Zentimeter langen Blätter sind dunkelgrĂźn und auf der Unterseite hellbraun behaart. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte bis etwas frĂźher. In Doldentrauben stehen die fĂźnf bis neun glockenfĂśrmigen, leuchtendroten bis orangeroten BlĂźten.
⢠âMoonstoneâ: Dies ist eine Hybride mit 5 bis 10 Zentimeter langen, rundlichen, mittelgrĂźnen Blättern. Die BlĂźtezeit ist zum FrĂźhjahrsanfang. In leicht herabhängenden Dreier- bis FĂźnferbĂźscheln stehen die glockenfĂśrmigen BlĂźten, die grĂźnlichweiĂ bis hell cremefarben sind.
⢠âMoonwaxâ: Diese Sorte wächst als mittelgroĂer Strauch. Die ovalen Blätter sind zirka 15 Zentimeter lang. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte. In groĂen Doldentrauben stehen bis zu zwĂślf BlĂźten zusammen; die BlĂźten sind wachsartig und cremefarben; sie duften schwach.
⢠âMrs Charles E. Pearsonâ: Diese alte Hybride ist auch heute noch beliebt, was sie wohl ihrer Robustheit und Ăźppigen BlĂźtenpracht gepaart mit ihrer Winterhärte verdankt. Sie verträgt auch sonnige Standorte und ist groĂwĂźchsig; alte Exemplare werden baumartig. Die ovalen Blätter sind 10 bis 20 Zentimeter lang und dunkelgrĂźn. In 15- bis 18-zähligen Doldentrauben stehen die trichterfĂśrmigen BlĂźten von hellrosa Färbung mit dunkler Zeichnung.
⢠âMrs G. W. Leakâ: Dieser mittelgroĂe bis groĂe Strauch ist belaubt mit 10 bis 15 Zentimeter langen mittelgrĂźnen Blättern, die häufig, besonders beim frischen Austrieb, klebrig sind. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte bis etwas frĂźher. In aufrechten 9- bis 12-zähligen Doldentrauben stehen die trichterfĂśrmigen BlĂźten, die hellrosa mit rĂśtlichem Fleck sind.
⢠âNancy Evansâ: Diese Hybride entstand aus âHoteiâ und âLemâs Cameoâ. Sie wächst als sehr kompakter, kleiner bis mittelgroĂer Strauch. Die 5 bis 10 Zentimeter langen Blätter sind bronzegrĂźn und beim frischen Austrieb rĂśtlich. Die BlĂźtenknospen sind orangerot. In 15- bis 20-zähligen Doldentrauben stehen die glockenfĂśrmigen, goldgelb gefärbten BlĂźten, deren Kelchblätter wie ĂźbergestĂźlpt erscheinen.
⢠âNaomiâ: Dies ist eine Gruppe von Hybriden, die von der Familie Rothschild gezĂźchtet wurden. Ăberwiegend sind es groĂe Sträucher mit bläulichen bis mittelgrĂźnen, 10 bis 20 Zentimeter langen Blättern; die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte und die in groĂen Doldentrauben stehenden BlĂźten sind wachsartig und rosa bis porzellanfarben. Darunter sind die Hybride âNautilusâ mit rosa BlĂźten, die orange Ăźberlaufen sind und einen grĂźnen Schlund besitzen sowie âPink Beautyâ mit rosa BlĂźten.
⢠âNautilusâ: Siehe âNaomiâ.
⢠âOklahomaâ: Diese Sorte ist nicht vĂśllig winterhart und wächst als mittelgroĂer Strauch. Die mittelgrĂźnen Blätter sind schmal und etwas herabhängend. Die BlĂźtezeit ist spät. In bis zu 22-zähligen Doldentrauben sind die groĂen, karmesinroten, dunkel gefleckten BlĂźten angeordnet.
⢠âOlin O. Dobbsâ: Diese Hybride wächst als mittelgroĂer Strauch mit 15 Zentimeter langen, glänzend dunkelgrĂźnen Blättern. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte. In 11- bis 15-zähligen Doldentrauben stehen die groĂen trichterfĂśrmigen BlĂźten; sie sind wachsartig und rotviolett gefärbt.
⢠âPatty Beeâ: Diese Hybride ist zwergwĂźchsig mit rundlicher Wuchsform, womit sie sich gut fĂźr Steingärten und zur Haltung als KĂźbelpflanze eignet. Die nur 1 bis 3,5 Zentimeter langen elliptischen Blätter sind dunkelgrĂźn. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte oder etwas frĂźher. In SechserbĂźscheln stehen die trichterfĂśrmigen, zartgelben, etwa 5 Zentimeter groĂen BlĂźten zusammen.
⢠âPercy Wisemanâ: Diese Sorte ist das Ergebnis einer Kreuzung der Art Rhododendron yakushimanum mit der Sorte âFabia Tangerineâ. Sie wächst als dichter, eher schlanker, mittelgroĂer Strauch. Die schmalen, 5 bis 10 Zentimeter groĂen Blätter sind dunkelgrĂźn; junge Blätter sind leicht filzig behaart. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte. Die blassrosa und am Schlund gelblichen BlĂźten stehen in 13- bis 15-zähligen Doldentrauben.
⢠âPineapple Delightâ: Dieser kleine bis mittelgroĂe Strauch ist von rundlicher Wuchsform. Die dunkelgrĂźnen Blätter sind bis 10 Zentimeter lang und etwas runzelig. In 12- bis 14-zähligen Doldentrauben stehen die trichterfĂśrmigen, bis zu 10 Zentimeter groĂen leuchtendgelben BlĂźten. Die Färbung dunkelt noch etwas nach; die blĂźhenden Dolden erinnern vom Aussehen etwas an AnanasfrĂźchte, was auch durch den Sortennamen (englisch pineapple bedeutet âAnanasâ) angedeutet wird.
⢠âPink Beautyâ: Siehe âNaomiâ.
⢠âPink Ginâ: Diese Sorte wächst als mittelgroĂer Strauch. Die 5 bis 10 Zentimeter langen Blätter sind dunkelgrĂźn mit leichter grĂźn- bis blaufilziger Behaarung. In Doldentrauben stehen vier bis fĂźnf trichterfĂśrmigen BlĂźten, die hellpurpurn bis rosa gefärbt sind und im Zentrum oft nach Orangerosa hin verblassen.
⢠âPink Pearlâ: Diese aus dem 19. Jahrhundert bekannte Hybride ist groĂwĂźchsig. Die groĂen Blätter sind mittelgrĂźn. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte. Die BlĂźtenknospen sind dunkelrosa. Die in 11- bis 15-zähligen Doldentrauben stehenden BlĂźten sind trichterfĂśrmig und blassrosa. Diese Hybride ist eine der Elternpflanzen von âProfessor Hugo de Vriesâ.
⢠âPoint Defianceâ: Diese Sorte ist eine Kreuzung aus den Sorten âAnnaâ und âMarinus Kosterâ. Da sie damit die gleichen Eltern wie die Sorte âLemâs Monarchâ besitzt, teilt sie mit dieser viele Eigenschaften. Die rundlichen Blätter sind 15 bis 20 Zentimeter lang. In etwa 17-zähligen aufrechten Doldentrauben stehen die weiĂen, leicht rot Ăźberlaufenen und am Rand rot bis dunkelrosa gefärbten BlĂźten.
⢠âPresident Rooseveltâ: Diese schon länger bekannte Hybride wächst als mittelgroĂer Strauch. Sie ist eine der wenigen Hybriden mit panaschierten Blättern. Die 10 bis 15 Zentimeter langen Blätter sind dunkelgrĂźn mit gelber Zeichnung. Die BlĂźtezeit ist frĂźh. In 5- bis 11-zähligen kegelfĂśrmigen Doldentrauben stehen die innen weiĂen und am Rand roten BlĂźten.
⢠âProfessor Hugo de Vriesâ: Eine der Elternpflanzen dieser Sorte ist âPink Pearlâ. Von dieser unterscheidet sie sich wie folgt: Die Blätter sind bis zu 20 Zentimeter lang; die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte bis etwas später. Die in groĂen aufrechten Doldentrauben stehenden BlĂźten sind dunkler rosa gefärbt als die von âPink Pearlâ.
⢠âPtarmiganâ: Diese Sorte ist zwergwĂźchsig und wächst stark in die Breite, womit sie sich fĂźr Gebirgsstandorte eignet. Die etwa 2,5 Zentimeter langen Blätter sind schuppig. Die in Zweier- bis DreierbĂźscheln angeordneten BlĂźten sind trichterfĂśrmig, etwa 2,5 Zentimeter groĂ und weiĂ.
⢠âPurple Heartâ: Eine der Elternpflanzen dieser Hybride ist âPurple Splendourâ. Dieser ähnelt sie auch in Wuchs und Belaubung. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte. In kegelfĂśrmigen aufrechten 6- bis 11-zähligen Doldentrauben stehen die violetten bis veilchenfarbenen BlĂźten mit gelbgrĂźnem Schlund.
⢠âPurple Splendourâ: Diese bereits vor 1900 gezĂźchtete Hybride stammt von Rhododendron ponticum ab. Die glänzend dunkelgrĂźnen Blätter sind bis 15 Zentimeter lang. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte bis später. In 7- bis 14-zähligen Doldentrauben stehen die kräftig violett gefärbten BlĂźten mit dunkler, fast schwarzer Zeichnung.
⢠âQueen Elizabeth II.â: Diese Sorte wächst als mittelgroĂer bis groĂer Strauch. Die dunkelgrĂźnen, bis zu 15 Zentimeter langen Blätter sind relativ schmal. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte. In Doldentrauben zu etwa zwĂślf stehen die mehr als 10 Zentimeter groĂen trichterfĂśrmigen BlĂźten von zartgelber Farbgebung.
⢠âQueen Nefertitiâ: Diese Sorte wächst als mittelgroĂer, etwas ausladender Strauch von eher rundlicher Wuchsform. Die Blätter sind leuchtendgrĂźn; die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte. In etwa zwĂślfzähligen Doldentrauben stehen die rosa BlĂźten mit hellen Flecken und dunklem Rand.
⢠âRainbowâ: Diese Sorte wächst als hoher aufrechter Strauch. Die relativ schmalen, 15 bis 20 Zentimeter langen Blätter sind glänzend. Die BlĂźtenpracht ähnelt der der Sorten âLemâs Monarchâ und âPoint Defianceâ. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte. In groĂen Doldentrauben, die durch ihr eigenes Gewicht oft herabhängen, stehen die weiĂen, am Rand dunkelrosa gefärbten BlĂźten.
⢠âRoman Potteryâ: BlĂźten mit ungewĂśhnlicher Terrakotta-Farbgebung.
⢠âRomany Chaiâ: Der Sortenname bedeutet auf Deutsch âZigeunerkinderâ. Es ist der bekannteste Vertreter einer relativ unbekannten Gruppe von Hybriden. Sie wächst als mittelgroĂer bis groĂer Strauch von aufrechtem Wuchs und verträgt sonnige Standorte. Die dunkelgrĂźnen Blätter sind groĂ. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte. In lockeren BlĂźtenständen stehen die braungetĂźpfelten, orangeroten BlĂźten. Zur Sortengruppe gehĂśrt auch die rotblĂźhende âEmpire Dayâ.
⢠âRubiconâ: Diese Sorte wächst als mittelgroĂer, dicht belaubter Strauch. Die bis zu 10 Zentimeter langen Blätter sind runzelig und glänzend grĂźn. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte bis frĂźher. In Doldentrauben stehen 9 bis 17 trichterfĂśrmige, dunkelrote BlĂźten.
⢠âRuby Heartâ: Diese Sorte wächst als kleiner Strauch mit 5 Zentimeter langen, rundlichen dunkelgrĂźnen Blättern. Der Neuaustrieb ist oft rĂśtlich. Die BlĂźtentracht hat groĂe Ăhnlichkeit mit den Sorten âElisabeth Hobbieâ und âScarlet Wonderâ. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte bis frĂźher. In 5- bis 7-zähligen Doldentrauben stehen die 5 Zentimeter groĂen dunkelroten BlĂźten.
⢠âSapphoâ: Diese groĂwĂźchsige Sorte ist bereits vor 1847 entstanden. Ihre BlĂźtentracht ist unverwechselbar. In kegelfĂśrmigen, aufrechten Doldentrauben stehen fĂźnf bis elf trichterfĂśrmige weiĂe BlĂźten zusammen, die einen groĂen, deutlich abgesetzten, dunkelvioletten Fleck aufweisen.
⢠âScarlet Wonderâ: Diese Hybride stammt von der Art Rhododendron forrestii ab. Der kleine Strauch wächst eher in die Breite und ist dicht belaubt. Die rundlichen, etwa 5 Zentimeter langen Blätter sind dunkelgrĂźn. Die BlĂźtezeit liegt in der FrĂźhjahrsmitte. In offenen Vierer- bis SiebenerbĂźscheln stehen die glockenfĂśrmigen dunkelroten BlĂźten.
⢠âSetaâ: Diese Sorte wächst als etwas lockerer mittelgroĂer Strauch. Die etwa 5 Zentimeter langen Blätter sind spitz und leicht blaugrĂźn. Es ist eine der am frĂźhesten blĂźhenden Rhododendronsorten. In kleinen BĂźscheln stehen die glocken- bis rĂśhrenfĂśrmigen, weiĂlich-rosa gefärbten und am Rand dunkleren BlĂźten.
⢠âSir Edmondâ: Siehe Eintrag âLoderiâ.
⢠âSir Joseph Hookerâ: Siehe Eintrag âLoderiâ.
⢠âSnow Ladyâ: Diese Sorte ist zwergwĂźchsig bis mittelgroĂ. Die etwa 3,5 Zentimeter langen Blätter sind rundlich, glänzendgrĂźn und feinfilzig behaart. Die BlĂźtezeit ist zeitig im FrĂźhjahr; die Sorte ist gegen SpätfrĂśste ziemlich empfindlich. In lockeren BĂźscheln stehen die bis zu 5 Zentimeter groĂen, trichterfĂśrmigen, weiĂ bis cremefarbenen BlĂźten, die leicht duften.
⢠âSonataâ: Dieser mittelgroĂe, eher in die Breite wachsende Strauch ist dicht belaubt. Die schmalen Blätter sind dunkelgrĂźn. Die BlĂźtezeit ist spät. In runden Doldentrauben stehen die orangeroten, am Rand lavendelfarbenen bis hell rotvioletten BlĂźten.
⢠âSusanâ: Diese Sorte wurde um 1930 gezĂźchtet und gehĂśrt seitdem zu den beliebten Sorten. Sie wächst als mittelgroĂer bis groĂer Strauch. Die bis 15 Zentimeter langen Blätter sind dunkelgrĂźn und leicht filzig behaart. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte. In 5- bis 11-zähligen BlĂźtenständen stehen die trichterfĂśrmigen, lavendelfarbenen und dunkel gefleckten BlĂźten.
⢠âTedâs Orchid Sunsetâ: Dieser mittelgroĂe Strauch trägt bis zu 15 Zentimeter lange mattgrĂźne Blätter; der Neuaustrieb ist bronzefarben. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte. In 7- bis 11-zähligen Doldentrauben stehen die 10 Zentimeter groĂen BlĂźten, die dunkelrosa bis lavendelfarben und meist leicht orange Ăźberlaufen sind. Im BlĂźtenschlund sind sie orange-bronzefarben gezeichnet.
⢠âThe Honourable Jean-Marie de Montagueâ: Diese Sorte dient häufig als Grundlage zur NeuzĂźchtung weiterer Hybriden. Die bis zu 15 Zentimeter langen, schmalen und leicht herabhängenden Blätter sind tief dunkelgrĂźn. Die BlĂźtezeit ist in der Saisonmitte. In 10- bis 14-zähligen Doldentrauben stehen die trichterfĂśrmigen, blutroten BlĂźten.
⢠âToo Beeâ: Diese Sorte stammt von âPatty Beeâ ab. Es ist ein zwergwĂźchsiger Strauch, der sich gut fĂźr Steingärten und als KĂźbelpflanze eignet. Die kleinen Blätter sind dunkelgrĂźn. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte. Die zahlreich erscheinenden BlĂźten sind fingerhutgroĂ, innen rosa bis aprikosenfarben und auĂen dunkelrosa.
⢠âTortoiseshellâ: Siehe âWonderâ.
⢠âTrude Websterâ: Diese Sorte wächst als groĂer, dicht belaubter Strauch. Die bis zu 20 Zentimeter langen rundlichen Blätter sind fleischig und mittelgrĂźn. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte; die BlĂźtenpracht Ăźberdeckt die Belaubung oft vĂśllig. In riesigen 15- bis 20-zähligen Doldentrauben stehen die groĂen rosafarbenen BlĂźten.
⢠âUniqueâ: Diese um 1930 eingefĂźhrte Sorte wächst als mittelgroĂer Strauch. Die bis 10 Zentimeter langen rundlichen Blätter sind glänzend. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte bis frĂźher; die BlĂźtenknospen sind leuchtend rosa. In 11-15-zähligen Doldentrauben stehen die trichterfĂśrmigen, zunächst hellgelben, später cremefarbenen BlĂźten.
⢠âVan Nes Sensationâ: Diese Sorte wächst als groĂer Strauch mit Ăźber 15 Zentimeter langen, glänzend mittelgrĂźnen Blättern. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte. In 7- bis 11-blĂźtigen Doldentrauben bilden sich aus rosa BlĂźtenknospen groĂe, weiĂe und meist rosa Ăźberlaufene BlĂźten, die schwach duften.
⢠âVintage Roseâ: Diese Hybride stammt von der Art Rhododendron yakushimanum ab. Sie wächst als mittelgroĂer, sich eher horizontal ausbreitender Strauch. Die Blätter sind etwa 10 Zentimeter lang. Die BlĂźtezeit ist in der Saisonmitte. In kompakten rundlichen Doldentrauben stehen die bis zu 6 Zentimeter groĂen, weiĂen und meist rosa Ăźberlaufenen BlĂźten mit dunklerem Schlund und einigen roten Flecken.
⢠âVirginia Richardsâ: Dieser kleine bis mittelgroĂe Strauch trägt etwa 10 Zentimeter lange, spitze, elliptische, mittelgrĂźne Blätter. Die BlĂźtezeit liegt in der FrĂźhjahrsmitte. Die BlĂźtenknospen sind orangefarben. In 9- bis 13-zähligen Doldentrauben stehen die orange-aprikosenfarbenen, rot gefleckten, in der Mitte zart orange-cremefarbenen BlĂźten.
⢠âWhite Pearlâ: Synonym von âHalopeanumâ.
⢠âWhitneyâs Orangeâ: Diese Sorte wächst als relativ lockerer, mittelgroĂer Strauch mit bis zu 10 Zentimeter langen, schmalen, leuchtendgrĂźnen Blättern, die am Rand etwas eingerollt sind. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte bis später. In lockeren BlĂźtenständen stehen die trichterfĂśrmigen, rosa-orangefarbenen BlĂźten, deren Mitte gelb ist.
⢠âWinsomeâ: Der kleine bis mittelgroĂe Strauch trägt etwa 8 Zentimeter lange, spitze, dunkelgrĂźne Blätter mit einer hellgelben filzigen Behaarung. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte oder frĂźher. In 5- bis 9-blĂźtigen Doldentrauben stehen die glockenfĂśrmigen dunkelrosa BlĂźten.
⢠âWonderâ: Diese Hybride stammt von âTortoiseshellâ, einer ZĂźchtung von Slocock aus den 1940er Jahren, ab. Sie ist von aufrechtem Wuchs und wird etwa einen Meter hoch. Die schmalen Blätter sind 10 bis 15 Zentimeter lang. In lockeren BĂźscheln stehen die BlĂźten, deren Färbung von blassorange bis lachsrosa variiert.
⢠âYaku Princeâ: Diese von der Art Rhododendron yakushimanum abstammende Hybride ist von kleinem, kompaktem Wuchs. Die 10 Zentimeter langen dunkelgrĂźnen Blätter sind gelbbraun behaart. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte oder später. In 10- bis 14-zähligen Doldentrauben stehen die trichterfĂśrmigen hellrosa BlĂźten mit roten Flecken.
⢠âYellow Petticoatsâ: Diese Sorte wächst als kleiner bis mittelgroĂer Strauch mit dichter Belaubung. Die dunkelgrĂźnen Blätter sind bis 10 Zentimeter lang. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte. In 9- bis 13-blĂźtigen Doldentrauben stehen die trichterfĂśrmigen, leicht gekräuselten leuchtendgelben BlĂźten.
Tropische Rhododendron-Hybriden
Etwa 250 Arten der Gattung Rhododendron sind in den Tropen heimisch. Die meisten unter ihnen wachsen als Epiphyten in niederschlagsreichen Gebieten. Die grĂśĂte Artenvielfalt beschränkt sich dabei auf eine Region von SĂźdostasien Ăźber Borneo und Neuguinea bis in das nordĂśstliche Australien. Die Wuchsform dieser tropischen Rhododendron-Arten ist Ăźberwiegend unregelmäĂig und fĂźr die Verwendung als Zierpflanze weniger attraktiv; dafĂźr tragen sie farbenprächtige, häufig duftende BlĂźten, die meist in lockeren BlĂźtenständen zu fĂźnf bis neun zusammenstehen.
Die Blßtezeit ist das ganze Jahr ßber, jedoch mit einem HÜhepunkt der Blßte im Spätsommer bis Herbst. Viele Vertreter sind in Gebirgsregionen heimisch und vertragen deshalb längere Kßhleperioden, ßberwiegend sind sie jedoch nicht vÜllig winterhart.
⢠âCandyâ: Diese Sorte ist der Art Rhododendron jasminiflorum sehr ähnlich. Die rundlichen Blätter sind mittelgrĂźn, die BlĂźten trichterfĂśrmig und blassrosa.
⢠âFlamenco Dancerâ: Diese Hybride stammt von den Arten Rhododendron aurigeranum und Rhododendron macgregoriae ab. Ihre Wuchsform ist aufrecht. Die Blätter sind elliptisch und etwa 10 Zentimeter lang, die BlĂźten trichterfĂśrmig und leuchtendgelb.
⢠âGeorge Budgenâ: Diese aus den beiden Arten Rhododendron laetum und Rhododendron zoelleri hervorgegangene Hybride wächst als aufrechter Strauch und trägt 10 Zentimeter lange dunkelgrĂźne Blätter. In fĂźnfzähligen BlĂźtenständen stehen die trichterfĂśrmigen, leuchtend goldgelben BlĂźten zusammen. Ganz leichte FrĂśste verträgt die Pflanze.
⢠âGilded Sunriseâ: Diese Hybride ist eine Kreuzung aus Rhododendron aurigeranum und Rhododendron laetum. Sie ist von aufrechtem, relativ lockerem Wuchs. Ihre trichterfĂśrmigen BlĂźten sind leuchtend goldgelb und dunkeln allmählich nach.
⢠âPink Delightâ: Die Abstammung dieser Hybride ist unklar; aus ihr sind einige neuere Sorten hervorgegangen, die aufrecht und relativ locker wachsen und leuchtendrosa BlĂźten aufweisen.
⢠âSimbu Sunsetâ: Diese Hybride ist eine Kreuzung aus Rhododendron laetum und Rhododendron zoelleri. Die Stängel des Neuaustriebs sind rot. Die rĂśhrenfĂśrmigen BlĂźten sind fĂźnflappig und groĂ; im unteren Bereich sind sie orange gefärbt mit gelber Mitte; die Loben sind etwas dunkler orangefarben.
SommergrĂźne Azaleen
Sommergrßne Azaleen bevorzugen sonnige Standorte. Ihre Blätter färben sich im Herbst meist, bevor sie abfallen. Die meisten Sorten unter ihnen sind ausgesprochen winterhart. Die Blßtenfarbe ist ßberwiegend Gelb bis Orange. Die sommergrßnen Azaleen werden nach ihrer Abstammung in Gruppen eingeteilt; hier einige wichtige Gruppen:
Genter Hybriden
Diese Hybridengruppe ist nach der belgischen Stadt Gent benannt, die im frĂźhen 19. Jahrhundert das Zentrum der AzaleenzĂźchtung bildete. FĂźr die ZĂźchtung der ersten Hybriden dienten als Ausgangspflanzen die Arten Rhododendron nudiflorum, Rhododendron viscosum, Rhododendron calendulaceum und Rhododendron luteum. Die meisten Genter Hybriden sind groĂwĂźchsig und spätblĂźhend; ihre kleinen, häufig duftenden BlĂźten stehen in groĂen BlĂźtenständen. Zur Zeit der grĂśĂten Beliebtheit waren Ăźber 500 Sorten in Kultur.
Wichtige Untergruppen sind:
⢠Viscosesepalum-Hybride: Diese sind aus einer Kreuzung der Arten Rhododendron molle und Rhododendron viscosum entstanden und heute eher selten anzutreffen. Offenbar sind sie noch älter als die Rustica-Hybriden.
⢠Rustica-Hybriden: Diese auch âgefĂźllte Genter Hybrideâ genannten Sorten sind in den 1850er Jahren entstanden und besitzen gefĂźllte BlĂźten.
⢠Rustica-Flore-Pleno-Hybriden: Diese Hybriden sind um 1890 entstanden und besitzen ebenfalls gefßllte Blßten.
Hier eine Aufstellung einiger einzelner Hybriden:
⢠âCoccinea Speciosaâ: Diese Sorte besitzt leuchtend orange-rosafarbene BlĂźten mit auffälligem orangefarbenem Fleck.
⢠âDaviesiiâ: Diese Viscosesepalum-Hybride ist von groĂem, aufrechtem Wuchs und spätblĂźhend. Die weiĂen bis hellgelben BlĂźten duften.
⢠âNancy Watererâ: Diese im späten FrĂźhjahr blĂźhende Sorte bildet groĂe leuchtendgelbe BlĂźten, die duften.
⢠âNarcissifloraâ: Diese Sorte von groĂem, aufrechtem Wuchs blĂźht im späten FrĂźhjahr und bildet kleine, gefĂźllte hellgelbe BlĂźten, die duften.
⢠âNormaâ: Diese Rustica-Flore-Pleno-Hybride setzt kleine gefĂźllte BlĂźten an, die orangerot mit rosa Ränderung sind.
⢠âPhebeâ: Diese auch âPhoebeâ genannte Rustica-Flore-Pleno-Hybride bildet gefĂźllte gelbe BlĂźten.
⢠âVulcanâ: Diese Sorte wächst als aufrechter Strauch; ihre dunkelroten BlĂźten besitzen einen orangegelben Fleck.
Mollis-Azaleen
Die Mollis-Azaleen sind Ende der 1860er Jahre in Belgien und den Niederlanden aus Genter Hybriden entstanden und in den folgenden Jahrzehnten weitergezĂźchtet worden. Sie besitzen viel Gemeinsamkeit mit der Art Rhododendron molle; von einigen Sorten vermutet man, dass es sich in Wirklichkeit um Auslesen der Varietät Rhododendron molle var. japonicum handelt. Mollis-Azaleen kĂśnnen Ăźber zwei Meter groĂ werden und blĂźhen zur FrĂźhjahrsmitte. Die ungefĂźllten BlĂźten treten in FarbtĂśnen von Gelb Ăźber Orange bis Rot auf; sie sind grĂśĂer als die der Genter Hybriden. Hier eine Aufstellung einzelner Hybriden:
⢠âAnthony Kosterâ: Diese Sorte besitzt leuchtendgelbe BlĂźten mit orangefarbenem Fleck.
⢠âApple Blossomâ: Die hellrosa BlĂźten dieser Sorte verblassen später.
⢠âChristopher Wrenâ: Diese Sorte besitzt groĂe gelbe BlĂźten mit orangefarbenem Fleck.
⢠âDr. M. Oosthoekâ: Diese auch 'Mevrouw van Krugten' genannte Sorte besitzt groĂe orangeroten BlĂźten mit orangefarbenem Fleck.
⢠âFloradoraâ: Die BlĂźten dieser Sorte sind leuchtend orange mit einem roten Fleck.
⢠âJ. C. van Tolâ: Diese Sorte bildet rosa bis aprikosenfarbene BlĂźten mit orangefarbenem Fleck.
⢠âOrange Glowâ: Diese von 'J. C. van Tol' abstammende Sorte besitzt aprikosenfarbene BoĂźten mit einem orangefarbenen Fleck.
⢠âSpekâs Orangeâ: Diese etwas kleinwĂźchsigere Sorte bildet in bis zu neunzähligen Doldentrauben sehr groĂe rote BlĂźten mit orangefarbenem Fleck.
⢠âWinston Churchillâ: Die BlĂźten dieser Sorte sind orangerot mit rotem Fleck.
Occidentale-Azaleen
Diese Sortengruppe ist benannt nach der Westlichen Azalee (Rhododendron occidentale), einer sommergrĂźnen Art von der PazifikkĂźstenregion in den westlichen USA, die 1827 entdeckt und etwa 25 Jahre später erstmals zur Zucht von Hybriden herangezogen wurde. Occidentale-Azaleen sind Ăźberwiegend langsamwĂźchsig, kĂśnnen aber sehr groĂ werden. Die BlĂźtezeit liegt zur FrĂźhjahrsmitte. Einige Sorten sind intensiv und angenehm duftend. Die weiĂen bis rosafarbenen BlĂźten sind bis zu 10 Zentimeter groĂ und haben häufig eine auffällige goldgelbe Farbzeichnung im Schlund. Hier einige Sorten dieser Gruppe:
⢠âDelicatissimaâ: Die BlĂźten dieser Sorte sind cremeweiĂ und rosa Ăźberlaufen mit einem gelben Fleck und duften.
⢠âExquisitaâ: Diese Sorte hat gekräuselte weiĂlichrosa BlĂźten mit orangegelbem Fleck, die stark duften.
⢠âMagnificaâ: Die violettroten BlĂźten dieser Sorte weisen einen goldgelben Fleck auf.
Knap-Hill-, Exbury- und Ilam-Azaleen
Die Knap-Hill-, Exbury- und Ilam-Azaleen sind Ăźberwiegend groĂwĂźchsig mit ungefĂźllten, intensiv gefärbten BlĂźten. Die Zucht der Hybriden dieser Gruppe begann in den Knap-Hill-Nurseries von Anthony Waterer um 1870 in England. Waterer kreuzte Genter Hybriden; die einzige entstandene Hybride, die er selbst benannte, war die âNancy Watererâ, die noch zu den Genter Hybriden gezählt wird. Erst als 1924 die Sunningdale-Baumschulen Waterers Sämlinge Ăźbernahmen, gelangten Waterers Azaleen in den Handel. Diese Sorten waren Ausgangspunkt der ZĂźchtung von Lionel de Rothschild in Exbury; die erste der hier entstandenen Exbury-Azaleen war die 1934 eingefĂźhrte âHotspurâ. Jahrzehnte später betrieben Edgar Stead aus Ilam in Neuseeland und J. S. Yeates die Weiterzucht, wobei sie unter anderem Kreuzungen mit Genter und Knap-Hill-Hybriden betrieben.
Zu den Knap-Hill-Hybriden zählen:
⢠âChaffinchâ: Diese Sorte bildet rosa BlĂźten.
⢠âHomebushâ: Die BlĂźten dieser Sorte sind halbgefĂźllt und purpurrot.
⢠âPersilâ: Diese Sorte besitzt weiĂe BlĂźten mit einem zartgelben Fleck.
Zu den Exbury-Hybriden gehĂśren:
⢠âBrazilâ: Die BlĂźten dieser Sorte sind leuchtend orange.
⢠âCannonâs Doubleâ: Diese eher kleinwĂźchsige Sorte bildet gefĂźllte hellgelbe bis cremefarbene BlĂźten.
⢠âCecileâ: Die BlĂźten dieser Sorte sind rot mit orangegelbem Fleck.
⢠âGallipoliâ: Diese Sorte bildet rosa-aprikosenfarbene BlĂźten mit orangefarbenem Fleck.
⢠âGibraltarâ: Die BlĂźtezeit dieser Sorte ist zur FrĂźhjahrsmitte; ihre BlĂźten sind leuchtend orangerot.
⢠âHotspurâ: Diese älteste aller Exbury-Hybriden wurde 1934 eingefĂźhrt. Ihre BlĂźten sind orangerot.
⢠âKlondykeâ: Diese Sorte bildet leuchtend orangefarbene BlĂźten mit orangegelbem Fleck.
⢠âStrawberry Iceâ: Die BlĂźten dieser Sorte sind gelblich und meist leicht rosa Ăźberlaufen mit orangefarbenem Fleck.
Zu den Ilam-Hybriden zählen:
⢠âCarmenâ: Diese auch âIlam Carmenâ genannte Sorte ist frĂźhblĂźhend. Ihre BlĂźten sind aprikosenfarben mit orangefarbenem Fleck.
⢠âLouie Williamsâ: Diese auch âIlam Louis Williamsâ genannte Sorte bildet groĂe hellrosa bis zartgelbe BlĂźten mit orangefarbenem Fleck.
⢠âMaoriâ: Diese eher kleinwĂźchsige Sorte bildet in groĂen Doldentrauben leuchtend orangerote BlĂźten.
⢠âMingâ: Diese sehr frĂźh blĂźhende Sorte bildet groĂe orangefarbene BlĂźten mit gelbem Fleck.
⢠âRed Ragâ: Die leicht gekräuselten BlĂźten dieser Sorte sind leuchtend orangerot.
⢠âYellow Giantâ: Diese auch âIlam Yellow Giantâ genannte Sorte besitzt groĂe leuchtendgelbe BlĂźten.
Es gibt noch weitere Gruppen sommergrĂźner Azaleen, die insbesondere in den USA gezĂźchtet wurden; die wohl bekanntesten darunter sind die Girard- und die Carlson-Hybriden.
ImmergrĂźne Azaleen
Die als âImmergrĂźne Azaleenâ bezeichneten Sorten sind in Wirklichkeit nur halbimmergrĂźn. Sie werfen im Herbst ihre FrĂźhjahrsbelaubung aus meist groĂen und weichen Blättern ab und behalten während der Kälteperiode ihre im Spätsommer gebildeten zäheren und oft lederartigen Blätter der zweiten Art.
Die ImmergrĂźnen Azaleen sind von meist kleinem bis mittelgroĂem Wuchs; im Alter werden sie bis zwei Meter hoch. Sie stammen von Arten aus Ost- bis SĂźdostasien ab und werden gemäà ihrer Abstammung in Gruppen eingeteilt.
Indica-Azaleen
Die wichtigste Ausgangsart fĂźr diese Hybriden ist die in SĂźdostasien heimische Rhododendron simsii, deren BlĂźtenpracht oft zweifarbig ist. Die ersten Indica-Hybriden wurden Mitte des 19. Jahrhunderts in Belgien gezĂźchtet und fanden als Zimmerpflanzen Verwendung. Die Indica-Azaleen bilden ein sehr farbenprächtiges BlĂźtenkleid; allerdings vertragen viele Sorten nur leichte FrĂśste bis etwa â7 °C, weshalb sie nicht in Freipflanzung kultiviert werden kĂśnnen.
Die meisten Sorten sind eher kleinwĂźchsig; sie werden etwa 60 Zentimeter hoch und einen Meter breit; wenige Sorten erreichen 1,5 Meter und mehr WuchshĂśhe. Die Indica-Azaleen kĂśnnen in weitere Untergruppen aufgeteilt werden, darunter sind die Kerrigan- und die Rutherford-Hybriden.
Belgische Indica-Azaleen
⢠âAlbert Elizabethâ: Diese frĂźhblĂźhende Sorte bildet halbgefĂźllte weiĂe BlĂźten mit rosa Rändern.
⢠âAnniversary Joyâ: Diese frĂźh bis zur Saisonmitte blĂźhende Sorte bildet variable, Ăźberwiegend halbgefĂźllte BlĂźten von blassrosa Färbung, teils dunkler schattiert und dunkel gerandet.
⢠âBertinaâ: Diese frĂźhblĂźhende Sorte bildet ungefĂźllte BlĂźten von zartrosa, gelblich Ăźberlaufener Färbung.
⢠âCentenary Heritageâ: Diese zur Saisonmitte blĂźhende Sorte bildet halbgefĂźllte, leuchtend rosarote BlĂźten.
⢠âCharlyâ: Diese Mutante von âLucieâ mit sehr frĂźher BlĂźtezeit besitzt purpurrote BlĂźten.
⢠âComtesse de Kerchoveâ: Dieser winterharte Strauch von niedrigem Wuchs trägt hellgrĂźne Blätter. Die BlĂźtezeit ist frĂźh. Die gefĂźllten BlĂźten sind rosa bis aprikosenfarben und orangerosa Ăźberlaufen.
⢠âDeutsche Perleâ: Diese sehr frĂźh blĂźhende Sorte bildet gefĂźllte weiĂe BlĂźten.
⢠âElsa Kaergerâ: Die BlĂźtezeit dieser Sorte ist zur Saisonmitte oder frĂźher. Die halbgefĂźllten BlĂźten sind dunkel orangerot.
⢠âGerhardt Nicolaiâ: Diese Sorte ist als junge Pflanze frostempfindlich; die Blätter vertragen direkte Sonneneinstrahlung nicht gut. Die BlĂźtezeit ist frĂźh; es werden groĂe, gefĂźllte bis halbgefĂźllte rosa BlĂźten gebildet.
⢠âGoyetâ: Diese Sorte erreicht WuchshĂśhen von etwa 1 Meter. Die BlĂźtezeit ist zum FrĂźhlingsanfang; die groĂen, meist gekräuselten BlĂźten sind gefĂźllt und dunkelrot.
⢠âHexeâ: Die Blätter dieser winterharten Sorte sind dunkelgrĂźn. Die BlĂźtezeit liegt in der Saisonmitte; die kleinen gekräuselten BlĂźten mit ĂźbergestĂźlpten Kelchblättern sind violettrot.
⢠âIngaâ: Diese Sorte von kompakter Wuchsform ist als Jungpflanze noch frostempfindlich; die BlĂźtezeit ist sehr frĂźh. Das Ăźppige BlĂźtenkleid besteht aus gefĂźllten rosa BlĂźten mit weiĂem Rand.
⢠âJames Beltonâ: Dieser relative groĂe Strauch ist winterhart. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte. Die ungefĂźllten BlĂźten sind hellrosa mit dunklerem Zentrum.
⢠âKoliâ: Diese Sorte von kompaktem Wuchs blĂźht zur Saisonmitte. Die halbgefĂźllten BlĂźten sind violettrosa.
⢠âLavender Rosinaâ: Dies ist eine hellviolett blĂźhende Mutante von âRosinaâ.
⢠âLeopold Astridâ: Die Jungpflanzen dieser Sorte sind frostempfindlich. Die BlĂźtezeit liegt zu FrĂźhlingsbeginn. Die gefĂźllten BlĂźten sind weiĂ mit rotem Rand.
⢠âLittle Girlâ: Diese kompakt wachsende Sorte ist in der Jugend frostempfindlich. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte. Die BlĂźten haben ĂźbergestĂźlpte Kelchblätter; sie sind gekräuselt und hellrosa.
⢠âLucieâ: Diese in der Jugend frostempfindliche Sorte hat eine sehr frĂźhe BlĂźtezeit; ihre BlĂźten sind violettrot.
⢠âMadame Alfred Sanderâ: Dieser Strauch von kompaktem Wuchs ist winterhart und trägt dunkle Blätter. Die BlĂźtezeit ist frĂźh. Die gefĂźllten BlĂźten sind rosa bis purpurfarben.
⢠âMelodieâ: Diese Sorte wächst als groĂer, dennoch kompakter Strauch. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte. Die einfachen bis halbgefĂźllten rosa BlĂźten weisen einen roten Fleck auf.
⢠âMrs Gerard Kintâ (Syn. âMevrouw Gerard Kintâ): Dieser kompakte Strauch ist winterhart. Die BlĂźtezeit ist frĂźh bis zur Saisonmitte. Die einfachen bis halbgefĂźllten BlĂźten sind weiĂlich mit breitem rotem Rand.
⢠âMy Fair Ladyâ: Diese auch âMiss Californiaâ genannte Sorte wächst als kompakter Strauch und blĂźht frĂźh. Die gefĂźllten BlĂźten sind rosa mit weiĂem Rand.
⢠âNelly Kellyâ: Ein Synonym von âRosinaâ.
⢠âOnly One Earthâ: Diese nach dem Motto der Weltumweltkonferenz von 1972 in Stockholm benannte Sorte hat ihre BlĂźtezeit zur Saisonmitte. Sie bildet halbgefĂźllte, rosa bis purpurfarbene BlĂźten.
⢠âPaul Schaemeâ: Diese Hybride diente als Grundlage zur ZĂźchtung neuerer Sorten. Die BlĂźtezeit liegt zu FrĂźhjahrsbeginn. Die gefĂźllten BlĂźten sind rot.
⢠âPink Iceâ: Diese winterharte Sorte blĂźht frĂźh. Ihre halbgefĂźllten BlĂźten sind hellrosa mit vereinzelten dunkleren Flecken und Streifen.
⢠âPink Rufflesâ: Dieser Strauch von kompaktem Wuchs hat eine frĂźhe BlĂźtezeit. Die gefĂźllten, gekräuselten BlĂźten sind hellrosa mit weiĂem Rand.
⢠âRed Poppyâ: Dieser aufrecht wachsende Strauch ist winterhart. Es ist eine der am frĂźhesten blĂźhenden Azaleen. Die einfachen bis halbgefĂźllten BlĂźten sind dunkelrot und erinnern im Aussehen etwas an MohnblĂźten.
⢠âRed Wingsâ: Dieser eher in die Breite wachsende winterharte Strauch ist in der Jugend schnellwĂźchsig. Die BlĂźtezeit ist zu FrĂźhjahrsbeginn. Die BlĂźten mit ĂźbergestĂźlpten Kelchblättern sind violettrot.
⢠âRosa Beltonâ: Diese Sorte ist winterhart; die hellgrĂźnen Blätter sind behaart. Die BlĂźtezeit ist frĂźh. Die einfachen weiĂen BlĂźten sind breit lavendelfarben gerandet.
⢠âRosaliâ: Die BlĂźtezeit dieser Sorte liegt in der Saisonmitte. Die halbgefĂźllten BlĂźten sind violettrot.
⢠âRosinaâ: Diese auch âNelly Kellyâ genannte Sorte ist schnellwĂźchsig. Die gefĂźllten BlĂźten sind blassrosa.
⢠âSilver Anniversaryâ: Diese in der Jugend frostempfindliche Sorte ist von relativ groĂem, aufrechtem Wuchs. Die gekräuselten BlĂźten mit ĂźbergestĂźlpten Kelchblättern sind hellrosa mit dunklerem Rand.
⢠âSouth Seasâ: Diese Sorte von kompakter Wuchsform blĂźht zu FrĂźhjahresbeginn. Die halbgefĂźllten BlĂźten sind violettrosa.
⢠âSouthern Auroraâ: Die gefĂźllten BlĂźten dieser Sorte sind weiĂ, auffällig orangerot Ăźberlaufen und gerandet.
⢠âStella Marisâ: Diese Mutante der Sorte âRosaliâ ist in der Jugend frostempfindlich und von kompakter Wuchsform. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte. Die halbgefĂźllten weiĂen BlĂźten weisen einen violettroten Fleck auf.
⢠âThe Teacherâ: Diese Sorte ist in der Jugend frostempfindlich. Die BlĂźtezeit ist frĂźh. Die gefĂźllten weiĂen BlĂźten sind rosarot Ăźberlaufen und rosarot gerandet.
⢠âViolaceaâ: Dieser groĂe, breite Strauch von aufrechter Wuchsform blĂźht zu FrĂźhlingsbeginn. Die halbgefĂźllten BlĂźten sind magentarot bis violett.
Southern-Indica-Azaleen
Nachdem die Belgischen Indica-Azaleen in die USA gelangten, wurden sie dort in den sĂźdlichen Staaten auch im Freien kultiviert. Dabei kam es im Laufe der Zeit zur Bildung von Bastarden, von denen einige als Sämlinge wieder kultiviert und teils als neue Sorten in den Handel gebracht wurden. Die Southern-Indica-Azaleen entstanden aus Belgischen Indica-Azaleen, Nachkommen der angesprochenen Sämlinge und weiteren speziell gezĂźchteten Sorten. Gemeinsame Merkmale dieser Sortengruppe sind Toleranz gegenĂźber direkter Sonneneinstrahlung, relativ gute Kälteresistenz und ein grĂśĂerer Wuchs im Vergleich mit den Belgischen Indica-Azaleen.
Hier einige Sorten dieser Gruppe:
⢠âAlphonse Andersonâ: Diese auch âGeorge Lindley Taberâ genannte Sorte erreicht als Strauch 1,5 bis 2 Meter WuchshĂśhe. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte. Die groĂen ungefĂźllten BlĂźten sind weiĂ und meist rosa Ăźberlaufen; im Schlund weisen sie einen rosafarbenen Fleck auf.
⢠âFielderâs Whiteâ: Dieser Strauch wird bis 2,5 Meter hoch und wächst auch stark in die Breite. Die schmalen Blätter sind hellgrĂźn. Die BlĂźtezeit ist zur FrĂźhlingsmitte. Die ungefĂźllten, weiĂen BlĂźten mit zitronengelbem Schlund duften. Bisweilen bildet diese Sorte Triebe mit malvenfarbenen BlĂźten.
⢠âGeorge Lindley Taberâ: Siehe âAlphonse Andersonâ.
⢠âMardi Grasâ: Diese niedrigwĂźchsige Sorte wird etwa 60 Zentimeter hoch und 1 Meter breit. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte bis etwas frĂźher. Die halbgefĂźllten BlĂźten sind orangerosa und breit weiĂ gerandet.
⢠âModeleâ: Dieser bis 80 Zentimeter hohe und etwa 1 Meter breite Strauch blĂźht zur Saisonmitte. Die gefĂźllten BlĂźten sind violettrot.
Rutherford-Indica-Azaleen
Diese Sorten sind in den 1920er Jahren bei Bobbink und Atkins in East Rutherford im US-Bundesstaat New Jersey entstanden. Hier einige Sorten dieser Gruppe:
⢠âAlaskaâ: Dieser bis 1 Meter hohe und ebenso breite Strauch blĂźht frĂźh. Die BlĂźten sind variabel; oft finden sich an einer Pflanze gleichzeitig ungefĂźllte, halbgefĂźllte und gefĂźllte BlĂźten. Sie sind von der Farbgebung weiĂ mit hellgrĂźnem Fleck.
⢠âDorothy Gishâ: Diese Sorte wächst als kompakter Strauch von etwa 60 Zentimeter HĂśhe und rund 1 Meter Breite. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte. Die BlĂźten mit ĂźbergestĂźlpten Kelchblättern sind gekräuselt und orangerosa mit einem dunkleren Fleck.
⢠âPurityâ: Dieser bis 1 Meter hohe Strauch trägt dunkelgrĂźne Blätter. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte und frĂźher. Die gefĂźllten BlĂźten sind weiĂ.
⢠âRose Kingâ: Dies ist eine Mutante von âRose Queenâ mit dunkelrosa BlĂźten.
⢠âRose Queenâ: Dieser eher horizontal wachsende, bis etwa 60 Zentimeter hohe Strauch blĂźht zu FrĂźhlingsbeginn. Die halbgefĂźllten BlĂźten sind rosa mit einer dunkleren Zeichnung.
⢠âTickled Pinkâ: Diese Mutante von âPurityâ trägt hellrosa BlĂźten mit weiĂer Umrandung und ĂźbergestĂźlpten Kelchblättern.
⢠âWhite Gishâ: Diese auch âDorothy White Gishâ genannte Sorte bildet weiĂe BlĂźten mit ĂźbergestĂźlpten Kelchblättern.
Kerrigan-Indica-Azaleen
Diese Hybriden wurden in den 1950er Jahren in den USA gezĂźchtet und stammen von den Belgischen Indica-Azaleen ab. Sie sind Ăźberwiegend zumindest als Jungpflanzen frostempfindlich. Hier einige Sorten dieser Gruppe:
⢠âBrideâs Bouquetâ: Dieser etwa 1 m hoch wachsende Strauch blĂźht zur Saisonmitte. Die gefĂźllten BlĂźten sind weiĂ mit grĂźnlicher Zeichnung im Schlund; sie sehen Rosen etwas ähnlich.
⢠âGay Pareeâ: Diese Sorte erreicht etwa 1 Meter WuchshĂśhe. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte. Die halbgefĂźllten BlĂźten sind weiĂ mit einem dunkelrosa Rand.
⢠âRipplesâ: Dieser etwa 60 Zentimeter hoch und 1 Meter breit wachsende Strauch verträgt direkte Sonneneinstrahlung gut. Die gefĂźllten BlĂźten sind gekräuselt und dunkel violettrosa.
Indicum- und Mucronatum-Hybriden
Die Indicum-Hybriden entstanden aus Kreuzungen von Rhododendron indicum und Rhododendron simsii. Eine Sorte dieser Gruppe ist:
⢠âAlba Magnaâ: Dieser Strauch wird etwa 1 Meter hoch und 1,5 m breit. Die BlĂźtezeit ist frĂźh. Die duftenden BlĂźten sind weiĂ mit grĂźner Zeichnung im Schlund.
Die Mucronatum-Hybriden stammen von der Art Rhododendron ripense und vermutlich auch von Rhododendron indicum ab. Gemeinsames Merkmal dieser Sorten sind meist klebrige hellgrĂźne Blätter und duftende weiĂe bis hellviolette BlĂźten. Zu dieser Gruppe gehĂśren die folgenden Sorten:
⢠âAlba Magnificaâ: Dieser Strauch erreicht etwa 1,5 Meter WuchshĂśhe und wird etwa ebenso breit. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte. Die ungefĂźllten duftenden BlĂźten sind weiĂ mit gelber Zeichnung.
⢠âMagnifica Roseaâ: Diese auch âMagnificaâ genannte Sorte erreicht in etwa die gleichen AusmaĂe wie âAlba Magnificaâ. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte. Die ungefĂźllten duftenden BlĂźten sind rosafarben bis hellviolett.
Kurume-Azaleen
Die Kurume-Azaleen sind benannt nach der japanischen Stadt Kurume auf der sĂźdlichen Insel Kyushu, die lange Zeit ein wichtiges Zentrum der Azaleenzucht war. Der englisch-nordamerikanische Pflanzenjäger Ernest Henry Wilson besuchte auf seiner 1917 begonnenen letzten Reise 1919 eine Azaleengärtnerei in Kurume und war Ăźberwältigt von den 250 Sorten. Die 51 von ihm mitgebrachten und als âWilsons's Fiftyâ bekannt gewordenen Hybriden fanden als Kurume-Azaleen Eingang in die westlichen Baumschulen und Gärtnereien; später kamen weitere Hybriden hinzu.
Bei den Pflanzen ist der Einfluss der Art Rhododendron kiusianum, die am Berg Kirishima natßrlich vorkommt, erkennbar. Merkmale der Kurume-Azaleen sind ein dichter, kompakter Wuchs und kleine Blätter, eine relativ frßhe Blßtezeit sowie zahlreich gebildete kleine Blßten mit ßbergestßlpten Kelchblättern, die oft kronblattartig ausgebildet sind und dann wie eine zweite Blßtenkrone wirken. Hier eine Auswahl von Sorten dieser Gruppe:
⢠âAddy Weryâ: Dieser bis etwa 1,5 m hoch wachsende Strauch zeigt bronzefarbenes Herbstlaub. Die ungefĂźllten BlĂźten sind orangerot.
⢠âChristmas Cheerâ: Diese auch âIma Shojoâ genannte Sorte, Nr. 36 aus der Kollektion âWilsonsâs Fiftyâ, wächst als kompakter Strauch und kann Ăźber zwei Meter WuchshĂśhe erreichen. Er trägt rundliche, kleine leuchtendgrĂźne Blätter. Die winzigen BlĂźten sind kirschrot mit ĂźbergestĂźlpten Kelchblättern.
⢠âFairy Queenâ: Diese auch âAioiâ genannte Sorte, Nr. 43 aus der Kollektion âWilsonsâs Fiftyâ, wächst als kompakter Strauch; sie wird etwa einen Meter hoch und ebenso breit. Die BlĂźten mit ĂźbergestĂźlpten Kelchblättern sind hellrosa bis aprikosenfarben und weisen häufig einen roten Fleck auf.
⢠âHatsu Giriâ: Diese Sorte wächst als aufrechter, stark verzweigter Strauch und wird bis einen Meter hoch. Die BlĂźten sind purpurrot und teils rosa gefleckt.
⢠âHino Crimsonâ: Dieser Strauch erreicht etwa 1,5 Meter WuchshĂśhe und hat glänzendgrĂźnes Winterlaub. Die BlĂźtezeit ist ausgesprochen spät; die ungefĂźllten BlĂźten sind rosarot.
⢠âHinode-giriâ: Diese Sorte ist Nr. 42 aus der Kollektion âWilsonsâs Fiftyâ. Sie wächst als sehr dicht belaubter Strauch und erreicht WuchshĂśhen bis etwa 1,5 Meter. Die winzigen ungefĂźllten BlĂźten sind kirschrot.
⢠âHinomayoâ: Diese auch âHinomoyoâ genannte Sorte wächst als aufrechter kräftiger Strauch und kann Ăźber zwei Meter hoch werden. Die einfachen BlĂźten sind violettrosa.
⢠âIroha Yamaâ: Diese auch âDaintyâ genannte Sorte ist Nr. 8 aus der Kollektion âWilsonsâs Fiftyâ. Der kompakte Strauch wird etwa einen Meter hoch. Die kleinen rundlichen Blätter sind leuchtendgrĂźn. Die ungefĂźllten BlĂźten sind weiĂ mit rosa- bis aprikosefarbenem Rand.
⢠âKirinâ: Diese auch âCoral Bellsâ genannte Sorte ist Nr. 22 aus der Kollektion âWilsonsâs Fiftyâ. Diese Ăźberaus beliebte Sorte ist mĂśglicherweise die beliebteste aller Azaleen-Sorten. Der dicht belaubte Strauch erreicht WuchshĂśhen bis etwa zwei Meter. Er trägt rundliche leuchtendgrĂźne, im Winter bronzefarbene Blätter. Die BlĂźten mit ĂźbergestĂźlpten Kelchblättern sind zart pastellrosa gefärbt.
⢠âKiritsuboâ: Diese auch âTwilightâ genannte Sorte ist Nr. 24 aus der Kollektion âWilsonâs Fiftyâ. Sie wächst als aufrechter kräftiger Strauch von etwa zwei Meter HĂśhe. Die ungefĂźllten BlĂźten sind leuchtend purpurrot.
⢠âMotherâs Dayâ: Diese auch âMuttertagâ genannte Sorte wächst als kompakter Strauch mit dichter Belaubung und erreicht bis einen Meter WuchshĂśhe. Die halbgefĂźllten BlĂźten mit ĂźbergestĂźlpten Kelchblättern sind kirschrot gefärbt.
⢠âOsarakuâ: Diese auch âPenelopeâ genannte Sorte ist Nr. 17 aus der Kollektion âWilsonâs Fiftyâ. Sie wächst als dichter, stark verzweigter Strauch und erreicht WuchshĂśhen bis 1,5 Meter. Die Blätter sind winzig klein; die ungefĂźllten BlĂźten sind weiĂlich bis hellviolett gefärbt.
⢠âRed Robinâ: Diese auch âWaka Kayedeâ genannte Sorte ist Nr. 38 aus der Kollektion âWilson's Fiftyâ. Sie ist ein eher niedrigwachsender Strauch und erreicht etwa einen Meter HĂśhe sowie 1,5 Meter Breite. Die BlĂźtezeit ist zur FrĂźhjahrsmitte. Die ungefĂźllten BlĂźten sind leuchtend orangerot.
⢠âSui Yohiâ: Diese auch âSpriteâ genannte Sorte ist Nr. 10 aus der Kollektion âWilsonâs Fiftyâ. Diese etwa 2 Meter WuchshĂśhe erreichende Sorte ist frostempfindlich. Die ungefĂźllten BlĂźten sind weiĂlich bis blassrosa.
⢠âVenusâ: Diese Kreuzung aus Indica- und Kurume-Hybriden wird selbst den Kurume-Azaleen zugerechnet; sie gehĂśrt zu den relativ alten Sander-Forster-Azaleen. Sie erreicht etwa zwei Meter WuchshĂśhe. Die zahlreichen kleinen BlĂźten sind rĂśtlich gefärbt.
⢠âWardâs Rubyâ: Diese Sorte von aufrechtem, stark verzweigtem Wuchs wird etwa 1,5 Meter hoch und ist frostempfindlich. Die kleinen, ungefĂźllten BlĂźten sind intensiv rot gefärbt; ihr Farbton gilt als das dunkelste Rot aller ImmergrĂźnen Azaleen.
Amoenum-Kurume-Azaleen
Diese Gruppe ist den Kurume-Azaleen sehr ähnlich.
⢠âAmoenaâ: Diese Sorte wurde frĂźher als eigene Art Rhododendron obtusum angesehen, jedoch mittlerweile erkannt als eine von Rhododendron sataense, Rhododendron kiusianum und Rhododendron kaempferi abstammende Hybride. Die robuste Pflanze erreicht bis 2,5 Meter WuchshĂśhe; sie eignet sich als Heckenpflanze und fĂźr exponierte Standorte. Die BlĂźtezeit ist im zeitigen FrĂźhjahr. Die zahlreichen winzigen BlĂźten mit ĂźbergestĂźlpten Kelchblättern sind violett gefärbt.
⢠âPrincess Maudeâ: Dieser stark verzweigte Strauch erreicht WuchshĂśhen bis 2,5 Meter. Die BlĂźtezeit ist zu FrĂźhlingsbeginn. Die kleinen BlĂźten sind leuchtend dunkelrosa.
Kaempferi-Azaleen
Die Hybriden dieser Gruppe sind Kreuzungen aus Rhododendron kaempferi und Rhododendron yedoense, zwei Arten, die FrĂśste bis etwa â20 °C vertragen. Diese meist winterharten Hybriden verlieren â wie auch ihre Elternpflanzen â bei groĂer Kälte nahezu die gesamte Belaubung aus im Winter rĂśtlich gefärbten Blättern. Die Kaempferi-Azaleen stammen Ăźberwiegend aus den USA und den Niederlanden. Hier einige Sorten dieser Gruppe:
⢠âDouble Beautyâ: Dieser kleine Strauch wird etwa 80 Zentimeter hoch und zirka 1 Meter breit und trägt hellgrĂźne Blätter. Die BlĂźtezeit ist zu FrĂźhlingsbeginn. Die BlĂźten mit ĂźbergestĂźlpten Kelchblättern sind hellrosa.
⢠âJohannaâ: Diese bis 2 Meter WuchshĂśhe erreichende Sorte ist schnellwĂźchsig. Ihre Blätter verfärben sich im Herbst und Winter leuchtend violettrot. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte; die ungefĂźllten bis halbgefĂźllten BlĂźten sind dunkelrot.
⢠âJohn Cairnsâ: Dieser aufrechte, stark verzweigte Strauch wird bis zwei Meter hoch. Die ungefĂźllten, kleinen BlĂźten sind leuchtend orangerot.
Vuykianum-Hybriden
Die Vuykianum-Hybriden entstanden 1921 bei der Baumschule Vuyk Van Nes in der niederländischen Stadt Boskoop. Sie ähneln den echten Kaempferi-Azaleen stark.
⢠âPalestrinaâ: Dieser kompakte Strauch erreicht WuchshĂśhen bis etwa 1 Meter und trägt leuchtendgrĂźne Blätter. Die ungefĂźllten BlĂźten sind weiĂ bis cremefarben und gelbgrĂźn gefleckt.
⢠âQueen Wilhelminaâ: Diese Sorte wächst als groĂer Strauch, der bis 2 Meter hoch und bis 2,5 Meter breit wird. Die langen Blätter sind lanzettlich. Die BlĂźtezeit ist spät. Die groĂen ungefĂźllten BlĂźten sind orangerot mit schwarzrotem Fleck.
⢠âVuyk's Rosy Redâ: Dieser etwas lockere Strauch wird etwa 1 Meter hoch und 1,5 Meter breit. Die BlĂźte erscheint zeitig im FrĂźhjahr. Die vielzähligen groĂen, ungefĂźllten BlĂźten sind kirschrot.
⢠âVuyk's Scarletâ: Dieser kompakte Strauch erreicht etwa 1 Meter WuchshĂśhe und 1,5 Meter Breite. Die zahlreichen groĂen, ungefĂźllten BlĂźten sind leuchtendrot.
Gable-Hybriden
Diese Hybriden wurden von Joseph Gable im US-Bundesstaat Pennsylvania gezßchtet, wobei ein wesentliches Zuchtziel eine gute Frosthärte war. Hier eine Auswahl von Sorten dieser Gruppe:
⢠âLornaâ: Dieser Strauch erreicht WuchshĂśhen bis etwa 1,5 Meter und trägt gefĂźllte, leuchtendrosa BlĂźten.
⢠âPurple Splendorâ: Dieser ausladende, bis einen Meter hohe und 1,5 Meter breite Strauch trägt schmale Blätter. Die gekräuselten BlĂźten mit ĂźbergestĂźlpten Kelchblättern sind hellviolett.
⢠âRosebudâ: Diese Sorte von niedrigem, kompaktem Wuchs ist der Sorte âLornaâ sehr ähnlich, besitzt aber dunklere BlĂźten.
Girard-Hybriden
Diese Hybriden wurden ab Ende der 1940er Jahre von Peter Girard im US-Bundesstaat Ohio gezĂźchtet.
⢠âGirardâs Border Gemâ: Dieser Strauch wird etwa 40 Zentimeter hoch und 60 Zentimeter breit. Er trägt kleine Blätter und ungefĂźllte dunkelrosa BlĂźten.
⢠âGirardâs Chiaraâ: Dieser etwa 50 Zentimeter hoch und ebenso breit werdende Strauch trägt gekräuselte BlĂźten mit ĂźbergestĂźlpten Kelchblättern, die von der Färbung kirschrot mit einem rĂśtlichen Fleck sind.
Shammarello-Hybriden
Diese Hybriden stammen zumindest teilweise von Gable-Hybriden ab. Hier einige Sorten dieser Gruppe:
⢠âDesireeâ: Dieser kräftige, breit wachsende Strauch wird etwa einen Meter hoch und 1,5 Meter breit. Die BlĂźtezeit ist zeitig im FrĂźhjahr. Die ungefĂźllten, gekräuselten BlĂźten sind weiĂ.
⢠âElsie Leeâ: Dieser bis drei Meter hoch werdende Strauch blĂźht zur Saisonmitte. Die halbgefĂźllten bis gefĂźllten BlĂźten sind hellviolett gefärbt mit dunkler Zeichnung.
Satsuki-Azaleen
Die Satsuki-Azaleen sind in Japan selbst beliebter als die Kurume-Azaleen, im Westen jedoch erst seit den 1950er Jahren stärker verbreitet. Der Name âSatsukiâ bedeutet âfĂźnfter Monatâ und weist auf die späte BlĂźtezeit dieser Hybriden, deutlich nach der Saisonmitte, hin. Die kleinen Sträucher sind bis etwa â12 °C frosthart und ziemlich empfindlich gegen die direkte Sonnenstrahlung. Ihre groĂen ungefĂźllten BlĂźten haben häufig an derselben Pflanze verschiedene Formen und Farben.
⢠âBenigasaâ: Diese auch âRed Umbrellaâ genannte Sorte wird etwa 50 Zentimeter hoch und 1 Meter breit. Die rundlichen Blätter sind dunkelgrĂźn. Die groĂen, ungefĂźllten BlĂźten sind kräftig orangerot gefärbt.
⢠âChinzanâ: Diese auch âRare Mountainâ genannte Sorte wächst als niedriger, breiter Strauch, der etwa 30 Zentimeter hoch und 1 Meter breit wird. Die Blätter sind klein. Die ungefĂźllten BlĂźten sind leuchtendrosa mit einem dunkleren Fleck.
⢠âDaishuhaiâ: Diese auch âGreat Vermilion Cupâ genannte Sorte wird bis zu 60 Zentimeter hoch und etwa einen Meter breit. Ihre Wuchsform ist etwas lockerer als die der meisten anderen Satsuki-Azaleen. Die ungefĂźllten BlĂźten sind weiĂ mit rosa Kronblattspitzen.
⢠âHitoya no Haruâ: Diese auch âGlory of Springâ genannte Sorte wird etwa 50 Zentimeter hoch und einen Meter breit; ihre Blätter sind glänzend. Es ist eine der am spätesten blĂźhenden Azaleen. Die groĂen, ungefĂźllten BlĂźten sind rosa bis lavendelfarben.
⢠âIssho No Haruâ: Diese auch âSpring of a Lifetimeâ genannte Sorte wächst als kleiner Strauch von etwa 40 Zentimeter HĂśhe und 60 Zentimeter Breite. Die groĂen ungefĂźllten BlĂźten sind pastellrosa mit vereinzelten violetten Tupfern.
⢠âShikoâ: Diese auch âPurple Lightâ genannte Sorte erreicht etwa 40 Zentimeter HĂśhe und 1 Meter Breite. Die groĂen ungefĂźllten BlĂźten sind sehr variabel; ihre Färbung ist rosa bis lavendelfarben, meist mit weiĂer oder violetter Zeichnung.
⢠âShugetsuâ: Diese auch âAutumn Moonâ genannte Sorte wird bis zu 60 Zentimeter hoch und 1 Meter breit. Die groĂen, ungefĂźllten BlĂźten sind weiĂ mit violettem Rand; häufig variiert ihre Färbung und Zeichnung an derselben Pflanze.
Gumpo-Hybriden
In dieser Gruppe befinden sich einige zwergwßchsige Sorten, die meist nur 30 Zentimeter hoch und 60 Zentimeter breit werden. Sie eignen sich gut fßr die Verwendung in Steingärten. Die zur Saisonmitte oder später erscheinenden Blßten sind ungefßllt.
⢠âFancyâ: Die BlĂźten dieser Sorte sind hellrosa mit weiĂem Rand und rosafarbener Zeichnung.
⢠âGumpo Pinkâ: Diese auch âYugiriâ genannte Sorte trägt rosa BlĂźten mit einem rosaroten Fleck.
⢠âLight Pinkâ: Diese Sorte trägt hellrosa BlĂźten mit dunkelrosa Zeichnung.
⢠âSalmonâ: Die gekräuselten BlĂźten dieser Sorte sind lachsrosa.
⢠âWhiteâ: Diese Sorte bildet stark gekräuselte weiĂe BlĂźten in beachtlich groĂer Zahl.
Weitere Hybridengruppen
Weitere Sortengruppen, die selbst durch Kreuzung von Sorten aus verschiedenen Gruppen entstanden sind oder von neu eingekreuzten Arten abstammen, sind hier aufgefĂźhrt:
Glenn-Dale-Hybriden
Die Entstehung der Glenn-Dale-Hybriden begann 1935, als Ben Y. Morrison, ein Beamter beim Landwirtschaftsministerium der Vereinigten Staaten (USDA) in Glenn Dale im US-Bundesstaat Maryland, in die Azaleenzucht einstieg. Sein Zuchtziel waren winterharte, verschiedenfarbige Sorten mit BlĂźtezeit mĂśglichst zur Saisonmitte. Etwa zehn Jahre lang wurden Tausende von Klonen kultiviert und zwischen 1947 und 1952 wurden etwa 440 davon als Sorten in den Handel gebracht; die meisten von ihnen sind inzwischen fast in Vergessenheit geraten. Hier eine Auswahl von Sorten dieser Gruppe:
⢠âBen Morrisonâ: Diese nach ihrem ZĂźchter B. Y. Morrison benannte, jedoch erst nach seinem Tod offiziell eingefĂźhrte Sorte wird als Strauch etwa 1,5 Meter hoch und rund 2 Meter breit. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte. Die ungefĂźllten BlĂźten sind rostrot und dunkel gezeichnet sowie weiĂ gerandet.
⢠âFestiveâ: Diese Sorte erreicht bis 2 Meter WuchshĂśhe; ihre frĂźh erscheinenden ungefĂźllten BlĂźten sind weiĂ mit violetten Streifen und Flecken.
⢠âGlacierâ: Dieser aufrechte, bis 2 Meter hohe Strauch ist schnellwĂźchsig. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte oder frĂźher. Die ungefĂźllten BlĂźten sind weiĂ und hellgrĂźn Ăźberlaufen.
⢠âMartha Hitchcockâ: Diese Sorte wächst als kräftiger Strauch, der etwa ein Meter hoch und zwei Meter breit wird. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte. Die ungefĂźllten BlĂźten sind groĂ und von der Farbgebung weiĂ mit breitem rosa- bis purpurfarbenem Rand.
⢠âVespersâ: Dieser kräftige Strauch erreicht WuchshĂśhen bis etwa 1,5 Meter. Die BlĂźtezeit ist frĂźh. Die ungefĂźllten bis halbgefĂźllten BlĂźten sind weiĂ mit grĂźner Zeichnung sowie vereinzelten rosa Farbflecken.
Back-Acres-Hybriden
Ben Morrison, der ZĂźchter der Glenn-Dale-Hybriden, begann mit der ZĂźchtung dieser kompaktwĂźchsigen Hybriden nach seiner Pensionierung. Hier einige Sorten dieser Gruppe:
⢠âDebonaireâ: Diese Sorte erreicht bis ein Meter WuchshĂśhe; ihre BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte. Die ungefĂźllten rosa BlĂźten sind im Zentrum heller und an den Rändern dunkler.
⢠âFire Magicâ: Dieser etwa 1 Meter hoch wachsende Strauch blĂźht zur Saisonmitte. Die gefĂźllten BlĂźten sind rĂśtlich bis aprikosenfarben mit roten Flecken.
⢠âHearthglowâ: Diese Sorte wird etwa ein Meter hoch und blĂźht zur Saisonmitte bis später. Die gefĂźllten BlĂźten sind rosa bis rĂśtlich-orange Ăźberlaufen und ähneln etwas KamelienblĂźten.
⢠âMiss Janeâ: Dieser kompakte Strauch wird etwa 60 Zentimeter hoch und einen Meter breit. Die BlĂźtezeit ist spät. Die gefĂźllten BlĂźten sind weiĂ mit einem dunkelrosa Rand.
August-Kehr-Hybriden
Dr. August Kehr, wie Ben Morrison ein Beamter beim US-Landwirtschaftsministerium, zßchtete diese Hybriden, deren Merkmale eine gute Winterhärte und hßbsche gefßllte Blßten sind. Hier einige Sorten dieser Gruppe:
⢠âAnna Kehrâ: FĂźr die Jungpflanzen dieser Sorte wird regelmäĂiges Stutzen empfohlen, worauf sie einen etwa 80 Zentimeter hohen und 60 Zentimeter breiten kleinen Strauch bilden. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte; die gefĂźllten BlĂźten sind dunkelrosa.
⢠âWhite Rosebudâ: Dieser Strauch wird etwa einen Meter hoch und einen Meter breit. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte. Ihre gefĂźllten BlĂźten sind weiĂ mit grĂźnem Schlund.
Greenwood-Hybriden
Diese Hybriden wurden im US-Bundesstaat Oregon aus Gable-, Glenn-Dale- und Kurume-Hybriden gezßchtet. Gemeinsame Merkmale sind kompakter Wuchs und Winterhärte, so dass sie sich fßr die Kultur in kßhleren Gebieten eignen. Die Blßtezeit der folgenden drei Sorten beginnt zur Saisonmitte:
⢠âGreenwood Orangeâ: Dieser relativ lockere, etwa ein Meter hoch wachsende Strauch setzt viele kleine gefĂźllte BlĂźten an, die orangerot gefärbt sind.
⢠âRoyal Robeâ: Dieser kompaktwĂźchsige Strauch wird bei einer rundlichen Wuchsform etwa 40 Zentimeter hoch und 60 Zentimeter breit; er eignet sich gut zur Pflanzung in Steingärten. Die BlĂźten mit ĂźbergestĂźlpten Kelchblättern sind hellviolett.
⢠âTeninoâ: Diese Sorte erreicht etwa 40 Zentimeter HĂśhe und 1 Meter Breite; die BlĂźten mit ĂźbergestĂźlpten Kelchblättern sind rosaviolett.
Harris-Hybriden
Diese Hybriden wurden ab 1970 von James Harris gezĂźchtet. Sie sind erst nach einer EingewĂśhnungsphase winterhart, zeigen aber dafĂźr bei kompaktem Wuchs ein Ăźppiges BlĂźtenkleid.
⢠âFascinationâ: Dieser Strauch erreicht etwa 1 Meter WuchshĂśhe. Seine ungefĂźllten BlĂźten sind in der Mitte weiĂ bis blassrosa und am Rand dunkelrot.
⢠âFrosted Orangeâ: Diese Sorte bildet einen reich verzweigten Strauch von etwa 80 Zentimeter HĂśhe und 1 Meter Breite aus. Die BlĂźtezeit ist spät. Die weiĂen BlĂźten sind am Rand breit orange Ăźberlaufen.
⢠âGloria Stillâ: Dieser kompakte Strauch wird etwa 80 Zentimeter hoch und einen Meter breit. Seine in groĂen BĂźscheln stehenden BlĂźten sind weiĂlich bis rosa gefärbt.
⢠âMiss Suzieâ: Diese Sorte wächst als kompakter Strauch mit WuchshĂśhen bis 60 Zentimeter. Die BlĂźtezeit ist zur Saisonmitte. Die BlĂźten mit ĂźbergestĂźlpten Kelchblättern sind leuchtendrot gefärbt.
North-Tisbury-Hybriden
Als Ausgangsbasis fßr diese Hybriden diente die Art Rhododendron nakaharai. Es sind niedrige bis kriechende und als Bodendecker wachsende Azaleen, die sich auch fßr die Kultur in HängekÜrben eignen. Hier eine Auswahl von Sorten dieser Gruppe:
⢠âPink Pancakeâ: Diese beinahe niederliegend wachsende Azalee wird etwa 1 Meter breit und eignet sich gut fĂźr die Pflanzung in Steingärten und HängekĂśrben. Ihre BlĂźtezeit ist spät; die kleinen BlĂźten sind rosa bis rot gezeichnet.
⢠âRed Fountainâ: Diese Sorte wächst etwa 1 Meter in die Breite. Ihre ungefĂźllten BlĂźten sind rot.
⢠âSusannah Hillâ: Diese Hybride wird etwa 30 Zentimeter hoch und 1 Meter breit. Ihre BlĂźten mit ĂźbergestĂźlpten Kelchblättern sind rot.
Nuccio-Hybriden
Diese Hybriden wurden von der Familie Nuccio in Kalifornien gezĂźchtet, die fĂźr ihre Kamelienzucht bekannt ist. Die Nuccio-Hybriden stammen von Hybriden unterschiedlicher Herkunft ab und besitzen deshalb wenig gemeinsame Merkmale. Hier einige Sorten dieser Gruppe:
⢠âBit of Sunshineâ: Dieser etwa 1 Meter hoch und ebenso breit wachsende Strauch erinnert im Aussehen an Kurume-Azaleen. Die BlĂźtezeit ist zu FrĂźhlingsbeginn. Die zahlreich erscheinenden BlĂźten mit ĂźbergestĂźlpten Kelchblättern sind rosarot.
⢠âHappy Daysâ: Dieser bis etwa 75 Zentimeter hoch wachsende Strauch ist in der Jugend frostempfindlich. Die BlĂźtezeit ist im zeitigen FrĂźhjahr. Die gefĂźllten BlĂźten sind violett und ähneln RosenblĂźten.
⢠âPurple Glittersâ: Dieser aufrecht wachsende Strauch wird etwa 1,5 Meter hoch und erinnert im Aussehen an Kurume-Azaleen. Die BlĂźtezeit ist zu FrĂźhlingsbeginn. Die zahlreich ansetzenden ungefĂźllten BlĂźten sind rosa bis purpurfarben.
⢠âRose Glittersâ: Die BlĂźten dieser Sorte sind kirschrot.
Robin-Hill-Hybriden
In der Zeit von 1937 bis 1981 wurden diese Hybriden von Robert Gartrell aus dem US-Bundesstaat New Jersey gezĂźchtet. Die 69 von ihm in den Handel gebrachten Sorten wählte er aus 20.000 Pflanzenexemplaren aus; Merkmale sind mittelgroĂer Wuchs und relativ gute Frosthärte. Hier einige Sorten dieser Gruppe:
⢠âBetty Ann Vossâ: Dieser in die Breite wachsende robuste Strauch wird etwa 50 Zentimeter hoch und 1 Meter breit; er trägt glänzende Blätter. Die leuchtendrosa BlĂźten mit ĂźbergestĂźlpten Kelchblättern sind einfach, wirken aber wie halbgefĂźllt.
⢠âEarly Beniâ: Dieser Strauch erreicht WuchshĂśhen bis etwa 60 bis 80 Zentimeter bei rundlicher Wuchsform. Die BlĂźtezeit ist im zeitigen FrĂźhling. Die halbgefĂźllten BlĂźten sind dunkel orangerot.
⢠âLady Louiseâ: Dieser ausladende Strauch erreicht WuchshĂśhen bis etwa 80 Zentimeter. Die Herbstfärbung des Laubes ist bronzefarben, die BlĂźtezeit zur Saisonmitte. Die halbgefĂźllten bis gefĂźllten BlĂźten sind rosa bis aprikosenfarben mit rĂśtlicher Zeichnung.
⢠âNancy of Robin Hillâ: Diese Sorte von buschigem Wuchs wird etwa 60 Zentimeter hoch. Die BlĂźtezeit ist zur FrĂźhlingsmitte. Die halbgefĂźllten BlĂźten sind hellrosa und dunkler gezeichnet.
⢠âWatchetâ: Diese zwergwĂźchsige Sorte wird etwa 40 Zentimeter hoch und 60 Zentimeter breit. Sie blĂźht zur FrĂźhlingsmitte; ihre ungefĂźllten BlĂźten sind rosa mit weiĂem Schlund.
⢠âWhite Moonâ: Diese Sorte erreicht WuchshĂśhen bis etwa 40 Zentimeter und wächst mehr in die Breite. Sie erinnert im Aussehen an eine Satsuki-Azalee. Ihre ungefĂźllten BlĂźten sind weiĂ, teilweise mit unregelmäĂigen rosa Flecken.
Unterteilung nach BlĂźtenfarben
Sortengruppen lassen sich auch nach der BlĂźtenfarbe unterscheiden. Viele blĂźhen lila bis blau, zum Beispiel Sorten, die von den Arten Rhododendron impeditum, Rhododendron scintillans und Rhododendron russatum abstammen. Rosa blĂźhen bei sehr niedrigem Wuchs Rhododendron keleticum und Rhododendron radicans. BerĂźhmt sind die eher wenigen rotblĂźtigen Arten bzw. Sorten (Rhododendron repens subsp. forrestii, haemaleum, haematodes; viele Repenshybriden von D. G. Hobbie) und es gibt sogar schwarzrot blĂźhende Rhododendren.
GroĂblĂźtige Sorten
Vertreter der Arten groĂblĂźtigen Sorten sind:
⢠Rhododendron arboreum Sm.: bis zu 30 Meter hoch, tiefrote Blßten; Nationalpflanze von Nepal; nicht winterhart
⢠Rhododendron augustinii Hemsl.: schÜne blaue bis blauviolette Blßten mit Flecken
⢠Rhododendron catawbiense Michx.: einer der ältesten Importe von North Carolina nach Europa und Basis sehr vieler ZĂźchtungen (beispielsweise âLee's Dark Purpleâ) und Selektionen (grandiflorum); violett mit Basalfleck; sehr hart und prächtig
⢠Rhododendron fortunei Lindl.: mit sehr groĂen, duftenden BlĂźten
⢠Rhododendron oreodoxa Franch. und fargesii Franch.: rosa, Blßte Anfang April (oreodoxa)
⢠Rhododendron sinogrande Balf. f. & W.W.Sm.: mit Blättern bis 100 Zentimeter Länge; in Mitteleuropa eher im Glashaus
⢠Rhododendron smirnowii Trautv.: sehr âhartâ in Mitteleuropa
⢠Rhododendron sutchuenense Franch.: sehr frĂźhblĂźhend (Ende März) rosa; erhältlich meist als Naturhybride âGeraldiâ
⢠Rhododendron thomsonii Hook. f.: rote Glocken; Winterschutz sinnvoll
⢠Rhododendron wardii W.W.Sm.: wahrscheinlich einer der besten gelbblßhenden; Blßten auch schalenfÜrmig, mit oder ohne rotem Basalfleck; Blätter kÜnnen auch blau ßberlaufen sein
⢠Rhododendron xanthocodon Hutch.: gelbe Glocken; Winterschutz erforderlich
⢠Rhododendron yakushimanum Nakai: rosa Knospe, weiĂe BlĂźten, dunkles Laub, sehr hart â Ausgangspunkt vieler ZĂźchtungen (zum Beispiel von D. G. Hobbie und Hachmann)
Standort- und Pflegebeschreibung
In der Gattung Rhododendron kann grob zwischen den groĂblumigen, zumeist auch kräftig und hĂśher wachsenden Arten und Sorten sowie den kleinblumigen, zumeist kriechenden oder zwergwĂźchsigen Arten und Sorten unterschieden werden. Die ersten sind echte Waldpflanzen, die den Schirm hoher, tiefwurzelnder Bäume zum Leben nĂśtig haben und sich im tiefgrĂźndigen Waldhumus am Ăźppigsten entwickeln. Die zwergartig wachsenden dagegen gehĂśren zur ZwerggehĂślzformation der Hochgebirge, deren Lebensgrundlage eine Rohhumusschicht von mehr oder weniger groĂer Stärke, mit gutem Wasserabzug und hoher Luftfeuchtigkeit ist. Entsprechend dem Habitat der botanischen Arten sind oft auch die AnsprĂźche der daraus entstandenen Hybriden und Sorten.
Belege
⢠Gordon Cheers (Hrsg.): Botanica: Das ABC der Pflanzen. 10.000 Arten in Text und Bild. KĂśnemann Verlagsgesellschaft, 2003, ISBN 3-8331-1600-5, S. 747â764.
Literatur
zu den Sorten:
⢠Bundessortenamt: Beschreibende Sortenliste Topfazalee, 2. Auflage. Landbuch-Verlag 2000.
⢠K. N. E. Cox: Rhododendrons & Azaleas. The Crowood Press Ltd., Ramsbury 2005 (englisch).
⢠A. De Raedt und S. De Groote: De Harde Gentse. Gavere 2000 (niederländisch).
⢠F. Galle: Azaleas. Timber Press Inc., Portland 1987 (englisch).
⢠W. Schmalscheidt: Rhododendron-Zßchtung in Deutschland. 2. Auflage. Selbstverlag, Oldenburg 2002.
⢠W. Schmalscheidt: Rhododendron- und Azaleenzßchtung in Deutschland., 2. Auflage. Gartenbild Heinz Hansmann, Rinteln 1991.
⢠W. Schmalscheidt: Handbuch der Knap-Hill-Azaleen. Gartenbild Heinz Hansmann, Rinteln 2000.
⢠The Royal Horticultural Society: The International Rhododendron Register and Checklist. 2. Auflage, The Royal Horticultural Society, London 2004 (englisch).
⢠D. M. Van Gelderen und J. R. P. Van Hoey Smith: Rhododendron-Atlas. Eugen Ulmer, Stuttgart 1991.
zur Gestaltung:
⢠U. Borstell, J. Westhoff: Azaleen und Rhododendren â Einfach faszinierend. DVA, MĂźnchen, 2014.
Weblinks
Commons
: Rhododendron-Sorten
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠Wissenswertes ßber Rhododendron, von Deutsche Rhododendron-Gesellschaft e. V.
⢠Deutsche Genbank Rhododendren, umfangreiche, bebilderte Rhododendron-Arten- und Sorten-Datenbank des Bundessortenamts
⢠Zusammenstellung populärer Garten-Sorten bei www.heidebu.de
⢠About Rhododendrons von Rhododendron Species Foundation (englisch)